Oberbürgermeister Reinhard Paß (links) überreicht das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens an Alfred Steinhoff. Mit dem Ordensträger freut sich seine Familie. Foto: Prengel, Stadtbildstelle

Essener für große Verdienste im sozialen Bereich gewürdigt

18.01.2012

Für jahrzehntelanges Engagement im sozialen Bereich ist Alfred Steinhoff, vom Bundespräsidenten mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet worden. Oberbürgermeister Reinhard Paß gratulierte am Dienstag (17.1.) persönlich und im Namen der Stadt, als er die Auszeichnung im Rathaus überreichte. Während der Feierstunde ging der Oberbürgermeister auf das umfangreiche Engagement Alfred Steinhoffs ein.

Alfred Steinhoff war bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand in einem Wirtschaftsunternehmen tätig. Ungeachtet beruflicher und familiärer Verpflichtungen und ohne Rücksicht auf seine schwere Erkrankung engagierte er sich seit frühester Jugend bis heute im sozialen Bereich.

Von 1964 bis 1967 leitete Steinhoff eine Jugendgruppe des „Christlichen Vereins Junger Männer“ (CVJM) und gestaltete Fahrten und Freizeiten. Darüber hinaus spielte er von 1961 bis 1970 im Posaunenchor der evangelischen Kirchengemeinde Gelsenkirchen-Rotthausen. Nach Abschluss seiner Ausbildung und Umzug nach Essen-Überruhr trat Steinhoff 1976 dem evangelischen Posaunenchor der Überruhrer Kirchengemeinde bei. Dort bereicherte er den Verein nicht nur mit seinem musikalischen Können, sondern übernahm auch Verwaltungsaufgaben. Ein viertel Jahrhundert gehörte er dem Jugendausschuss der Kirchengemeinde an. Die Ordensbegründung hebt in diesem Zusammenhang hervor, dass Steinhoff mit seinem freundlichen Charakter eine besondere Gabe hatte, Jugendliche für die Mitarbeit in der Gemeinde zu gewinnen. Er verstand sich stets als „Anwalt der Interessen von Jugendlichen“. Wichtigste Projekte in dieser Zeit waren die Errichtung eines Spielfeldes und der Erhalt des Jugendhauses. Darüber hinaus gehörte er von 1988 bis 2000 dem Presbyterium an.

Anfang der 90er Jahre geriet der Betrieb, in dem Alfred Steinhoff beschäftigt war, in wirtschaftliche Schwierigkeiten. Da sich niemand fand, der die sozialen und wirtschaftlichen Interessen der etwa 150 Mitarbeiter vertreten wollte, gründete er kurzerhand einen Betriebsrat. 1992 wurde Steinhoff zum Betriebsratvorsitzenden gewählt. Er handelte für die Belegschaft einen Sozialplan aus und half bei der Weiterbeschäftigung von Kolleginnen und Kollegen in dem Nachfolgebetrieb. Die dafür erforderlichen Kenntnisse erwarb er in seiner Freizeit.

Vor 18 Jahren trat Steinhoff in die SPD Essen-Überruhr ein, wo er von 2000 bis 2010 das Amt des stellvertretenden Vorsitzenden des Ortsvereins und des Wahlkampfleiters bekleidete. Neben der politischen Arbeit vor Ort war Steinhoff Mitorganisator des jährlichen Kinderfestes im Ludwig-Kessing-Park. Ferner gehört Steinhoff seit acht Jahren der Bezirksvertretung VIII der Ruhrhalbinsel in Essen an.

Darüber hinaus wurde er 2004 zum stellvertretenden Vorsitzenden der Arbeiterwohlfahrt (AWO) des Ortsvereins Essen-Überruhr gewählt. Besonders intensiv setzt er sich seither für die Belange der Seniorinnen und Senioren in Essen ein. Als musikalischer Mensch erfreut er die älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger bei Festen immer wieder mit seinem Akkordeon. 2008 wurden er Mitglied des Kreisverbandes der AWO in Essen und vertritt diese seit 2009 im Seniorenbeirat der Stadt.

Des weiteren ist Steinhoff seit elf Jahren Mitglied des „Heimat- und Pohlbürgervereins Essen-Überruhr 1964“, der 2009 in den gemeinnützigen „Überruhrer Bürgerverein e.V.“ übergegangen ist. Seit dem ist Steinhoff Beisitzer in diesem Vorstand.

Darüber hinaus spielt er seit drei Jahren mit seiner Bassposaune im Blasorchester „Tuba-Libre“ und plant Auftritte des Orchesters mit.

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