Die Altfriedschule ist eine katholische Grundschule im Essener Stadtteil Frintrop an der Frintroper Str. 432a. Das städtische Schulgebäude wurde 1960 als zweigeschossiger Massivbau errichtet, im Gebäude ist eine Einfeldturnhalle integriert. Derzeit werden hier 330 Schüler und Schülerinnen in 11 Klassen unterrichtet, die Schule bietet offene Ganztagsbetreuung an. Auch in diesem Stadtteil gibt es Mehrbedarf an Schulplätzen. Um diesen Bedarf zu decken, wurde die Schule um einen Zug erweitert, das heißt, um 4 Klassen für rund 100 Kinder. Es wurden neue moderne Schulräume mit den erforderlichen Neben- und Funktionsräume geschaffen.
Der Neubau
Das vorhandene Schulgebäude wurde um einen ebenfalls zweigeschossigen Anbau in Massivbauweise ergänzt. Die beiden Gebäudeteile sind im Erd- und Obergeschoss miteinander verbunden und der Eingang über eine Rampe sowie im OG über einen Aufzug barrierefrei erreichbar. Im Außenbereich zwischen Neubau und Bestand wurde ein geschützter Innenhof, das sogenannte „grüne Klassenzimmer“ errichtet. Die Gestaltung des Gebäudes folgte dem Leitmotiv der Natürlichkeit zum Beispiel durch die Verwendung von Holz oder Holzbaustoffen. Die Fassaden zeigen ein Verblendmauerwerk aus traditionellem lokalem Klinker. Ein zur Innen- und Außengestaltung von Alt- und Neubau abgestimmtes Farbkonzept sieht natürliche Farben der ausgewählten Baumaterialien vor. Sand- und Erdtöne gepaart mit grüngrauen Bodenbelägen tragen zu einer angenehmen Raumatmosphäre in den Schulgebäuden bei. Das Dach des Neubaus erhielt eine extensive Dachbegrünung, die vor Wind- und Witterungseinflüssen schützt, wärmedämmend im Winter und als Hitzeschild im Hochsommer wirkt. Die Bauarbeiten erfolgten im laufenden Schulbetrieb. Der Erweiterungsbau wurde im 2. Quartal 2024 fertiggestellt und an die Schule übergeben. Nach den Sommerferien wurde die Schule bezogen und es konnte regulär Unterricht stattfinden.
Das Bestandsgebäude
Nach Fertigstellung des Erweiterungsgebäudes erfolgt nun die energetische und brandschutztechnische Sanierung des Bestandsgebäudes inklusive der Turnhalle. Der alte Dachaufbau wird komplett abgebrochen und mit neuer Dämmung aufgebaut, zusätzlich erhält das Dach eine Dachbegrünung mit Photovoltaikanlagen. Letztere wird von der Essener Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH (EVV) erstellt und zur Versorgung der gesamten Schule betrieben. Die Dachfläche wird zu diesem Zweck an die EVV verpachtet. Die Außenwände der Bestandsgebäude bestehen zurzeit aus reinem Mauerwerk. Daher wird auf der Bestandsfassade eine hinterlüftete Fassaden mit Dämmung angebracht und die Fensteranlagen erneuert. Der Zugang zu den Toiletten wird für die Kinder so umgestaltet, dass sie zukünftig über den Windfang die Toilettenanlagen erreichen könne, ohne das Gebäude zu verlassen. Eine Neugestaltung erfährt auch der Eingangsbereich mit den beiden Windfängen. Alle Sanitär-, Heizungs- und Lüftungsanlagen werden aus hygienischen, gesundheitlichen und fachtechnischen Gründen modernisiert.
Die Außenanlagen
Auf dem 7.450 m² großen Schulgrundstück entstand nicht nur der Erweiterungsneubau, das Gelände bietet zudem genügend Freifläche zum Spielen. Nach Fertigstellung der Bestandssanierung werden auch die Außenanlagen der Schule erneuert. Die Asphaltfläche des Bestandschulhofes wird abgebrochen und entsprechend der Schulhofsfläche am Erweiterungsneubau gepflastert. Die vorhandenen Spielgeräte, Tischtennisplatte und Ballwurfkorb werden neu arrangiert und installiert. Hinter dem Bestandsgebäude entsteht ein Schulgarten mit Hochbeeten und Komposter.
Mit der Ausführung und Bauleitung des Bestandsgebäudes wurde das Büro Schröder/Partner Architekten GmbH aus Essen beauftragt. Das Bestandsgebäude wird in zwei Bauabschnitten saniert, die Fertigstellung erfolgt voraussichtlich im 1. Quartal 2028. Für die Sanierungsmaßnahme am Bestandsgebäude und der Außenanlagengestaltung stehen der Immobilienwirtschaft Finanzmittel über rund 10,4 Millionen Euro zur Verfügung.