In den letzten Jahren hat sich die Situation in vielen deutschen Innenstädten merklich verändert. Bürger*innen suchen die Zentren weniger zum Einkaufen auf, Läden passen ihre Geschäftsmodelle an, um konkurrenzfähig zu bleiben, reduzieren Filialen, stärken den eigenen Online-Handel oder müssen ganz schließen. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie haben diesen Wandel weiter beschleunigt. Auch die Essener City steht vor großen Herausforderungen, die zugleich Chancen für die kommenden Jahre bieten. Mit der Vorstellung des Integrierten Entwicklungskonzepts (IEK) unter dem Motto "Zukunft.Essen.Innenstadt" will die Stadt Essen dem Wandel begegnen und das Herz der Stadt fit für die Zukunft machen.
Ein Integriertes Entwicklungskonzept ist ein Planungsinstrument. Es greift alle Zukunftsthemen und Handlungsfelder auf, die die Innenstadt betreffen, und analysiert sie. Zudem weist es Maßnahmen für öffentliche und private Akteurinnen*Akteure aus, die mittelfristig in den nächsten fünf bis zehn Jahren umgesetzt werden sollen. Die verschiedenen Themen – von Städtebau über Bildung, Wirtschaft und Klima bis hin zu Mobilität – werden gemeinsam und mit Fokus auf Wechselwirkungen betrachtet. Zudem werden verschiedene Akteurinnen*Akteure eingebunden. Ein Integriertes Entwicklungskonzept ist eine Entscheidungsgrundlage für weitere Planungsschritte und dient zudem der Beantragung von Fördermitteln der Europäischen Union, des Bundes und des Landes, insbesondere für die Städtebauförderung.