Am Montag, 9. Februar 2026, lud die Stadt Essen in Kooperation mit der Stiftung Zollverein zu einer Informationsveranstaltung für Anwohner*innen und Interessierte zum neuen Integrierten Entwicklungskonzept (IEK) für das UNESCO-Welterbe Zollverein und seine Umgebung ein. Die Veranstaltung bot einen umfassenden Überblick über die Zielsetzungen, die Inhalte und die geplanten Maßnahmen des Konzepts.
Stiftung Zollverein und Stadt Essen stellen Pläne vor
Nach einer Begrüßung durch Christoph Tesche, der seit November 2025 Vorstandsvorsitzender der Stiftung Zollverein ist, sowie Friedhelm Stärk, stellvertretender Leiter des Amts für Stadtplanung und Bauordnung der Stadt Essen, stellten Ingrid Ratay (Fachbereich für Stadtplanung und -entwicklung, Stadt Essen) und Sebastian Scholz (Stiftung Zollverein) die geplanten Maßnahmen vor.
Die Stiftung Zollverein plant auf dem Gelände des UNESCO-Welterbes zum Beispiel verschiedene Instandsetzungsmaßnahmen der Band- und Rohrbrücken. Außerdem soll ein Schutzdach für die Koksofenbatterie errichtet werden, die seit der Stilllegung im Jahr 1993 schutzlos der Witterung ausgesetzt ist.
Die Stadt Essen legt einen Schwerpunkt auf die Umgestaltung und Entsiegelung von Freiflächen im geplanten Fördergebiet. Die geplante Neugestaltung des Katernberger Marktes stellt in diesem Zusammenhang die umfangreichste Maßnahme dar.
Im Rahmen eines städtebaulichen Wettbewerbs sollen, so die aktuelle Planung, auch die sozialen Problemlagen und die Bedarfe der Menschen, die den Marktplatz nutzen, in mehreren Beteiligungsschritten erfasst und berücksichtigt werden. Durch die Neugestaltung soll der Platz zu einem attraktiven, klimaresilienten und vielfältig nutzbaren Aufenthaltsort werden, der den sozialen Zusammenhalt stärkt und die Aufenthaltsqualität im Stadtteil nachhaltig verbessert.
Bürger*innen können sich beteiligen
Ein weiteres Ziel ist es, Bürger*innen aktiv einzubeziehen. Daher ist ebenfalls geplant, das bewährte Hof- und Fassadenprogramm sowie einen Verfügungsfonds für gemeinnützige Projekte in der Nachbarschaft in das Konzept aufzunehmen.
Die Veranstaltung, die im Kokskohlenbunker auf dem Gelände des UNESCO-Welterbes Zollverein stattfand, stieß auf reges Interesse: Rund 80 Teilnehmer*innen waren vor Ort. Im Anschluss nutzten diese die Gelegenheit, Fragen zu stellen, Anregungen einzubringen und miteinander ins Gespräch zu kommen.
Zum Hintergrund
Um das UNESCO-Welterbe Zollverein zu erhalten und die Quartiere in seinem direkten Umfeld zukunftsfähig weiterzuentwickeln, sind erhebliche Fördermittel nötig. Damit solche Mittel im Rahmen des Städtebauförderprogramms "Sozialer Zusammenhalt" von Bund und Ländern beantragt werden können, muss beim Fördergeber ein sogenanntes Integriertes Entwicklungskonzept (IEK) eingereicht werden. Die Entwicklung des neuen IEKs erfolgt in Zusammenarbeit zwischen der Stadt Essen und der Stiftung Zollverein.
Weitere Informationen finden Interessierte auf www.essen.de/iekzollverein.
Stadt Essen
Presse- und Kommunikationsamt
Rathaus, Porscheplatz
45121 Essen
Telefon: +49 201 88-0 (ServiceCenter Essen)
E-Mail: presse@essen.de
URL: www.essen.de/presse