Während Santorin als Postkarten-Idyll weltweit bekannt ist, vergessen viele, dass die Erde unter den Kykladen bis heute brodelt. Neben der berühmten Insel gelten auch Methana, Milos und Nisyros offiziell als aktive Vulkane. Welche Gefahren gehen heute von ihnen aus? Und warum verdanken diese Regionen ihren Wohlstand ausgerechnet der feurigen Tiefe? Diese Fragen beantwortet der Geologe Tobias Schorr am Donnerstag, 26. Februar, in der Volkshochschule (VHS) Essen. Ab 19 Uhr gibt der Experte exklusive Einblicke in die aktuelle Forschung.
Das heute spürbare Erbe Griechenlands befindet sich in einer geologischen Hochspannungszone: Die Afrikanische Platte schiebt sich kontinuierlich unter die Europäische. Dieser Prozess ist keineswegs Geschichte, sondern hält die vier aktiven Vulkanzentren des Landes in Bewegung. Tobias Schorr erklärt in seinem VHS-Vortrag, dass diese Aktivität ein zweischneidiges Schwert ist. Einerseits bleibt das Risiko plötzlicher Eruptionen bestehen, andererseits profitieren die Menschen bis heute von den Folgen: Heilkräftige Thermalquellen und wertvolle Erzvorkommen, die in den Magmakammern entstanden sind, sichern seit Jahrhunderten die wirtschaftliche Basis ganzer Inseln.
Über den Vortragenden
Tobias Schorr gilt als einer der besten Kenner der Region. Seit 1999 dokumentiert er insbesondere die Vulkanhalbinsel Methana. Seine Datensammlungen dienen internationalen Wissenschaftlerinnen*Wissenschaftlern heute als wichtiges Referenzwerk. In über 200 Expeditionen hat er die Verknüpfung von Geologie und Natur fotografisch festgehalten. Sein Vortrag in der VHS Essen macht die komplexen tektonischen Prozesse der Jetztzeit für Laien greifbar und zeigt die überraschende Schönheit, die auf vulkanischem Boden gedeiht – von seltenen Mineralien bis zu wilden Orchideen.
Der Vortrag findet in Kooperation mit dem Deutsch-Griechischen Studienclub statt. Der Eintritt ist frei. Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Interessierte unter vhs.link/santorin .
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