Anlässlich des Welt-HPV-Tages am Mittwoch, 4. März macht das Gesundheitsamt der Stadt Essen auf die Bedeutung der HPV-Impfung für Kinder und Jugendliche aufmerksam. Humange Papillomviren (HPV) zählen zu den häufigsten sexuell übertragbaren Infektionen. Rund acht von zehn Menschen stecken sich im Laufe ihres Lebens mindestens einmal mit HPV an. Jährlich erkranken laut Robert Koch Institut in Deutschland mehr als 10.000 Menschen an Krebs infolge einer HPV-Infektion.
Obwohl eine HPV-Infektion häufig unbemerkt verläuft und oftmals von selbst ausheilt, können die Viren langfristig schwerwiegende Folgen haben. HPV gilt als Auslöser verschiedener Krebsarten. Am bekanntesten ist Gebärmutterhalskrebs, doch auch Tumore im Mund- und Rachenraum, im Analbereich sowie an den Genitalien können durch HPV verursacht werden. Daher ist die Impfung ausdrücklich sowohl für Mädchen als auch für Jungen empfohlen.
Die Übertragung erfolgt meist durch direkten Haut- oder Schleimhautkontakt. Da die Infektion in der Regel keine Schmerzen oder Symptome verursacht, bleibt sie oft über Jahre unentdeckt. Krankhafte Zellveränderungen können sich erst Jahrzehnte später entwickeln.
Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die HPV-Impfung für Kinder im Alter von neun bis 14 Jahren Jahren – am besten vor dem ersten Sexualkontakt. Versäumte Impfungen können bis zum 17. Geburtstag nachgeholt werden. Bei Kindern und Jugendlichen übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für die Impfung.
Auch das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) weist auf die Bedeutung der frühzeitigen Impfung hin. Eine Impfung im Kindes- und Jugendalter kann vor den HPV-Typen schützen, die am häufigsten Krebs verursachen, und damit das Risiko späterer Erkrankungen deutlich senken.
Das Gesundheitsamt Essen unterstützt die Aufklärungsarbeit zur HPV-Impfung und ruft Eltern dazu auf, sich frühzeitig bei ihrer Kinder- oder Hausarztpraxis beraten zu lassen. Ziel ist es, durch Prävention langfristig die Zahl HPV-bedingter Krebserkrankungen deutlich zu reduzieren.
Weitere Informationen rund um die HPV-Impfung bietet das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit unter www.infektionsschutz.de .
Auch der Kinder- und Jugendgesundheitsdienst des Gesundheitsamtes Essen steht für eine Beratung zur Verfügung. Die Kontaktdaten finden Interessierte auf www.essen.de.
Zudem klärt die Kampagne "Schützen, was wertvoll ist" gezielt über Mythen über die HPV-Impfung auf und beantwortet die wichtigsten Fragen rund um das Thema. Mehr Informationen dazu gibt es unter www.liebesleben.de/hpv .
Stadt Essen
Presse- und Kommunikationsamt
Rathaus, Porscheplatz
45121 Essen
Telefon: +49 201 88-0 (ServiceCenter Essen)
E-Mail: presse@essen.de
URL: www.essen.de/presse