Rund 50 Kinder der Maria-Kunigunda-Schule in Karnap haben am Montag, 16. März, ein sichtbares Zeichen für Demokratie, Vielfalt und Zusammenhalt im Stadtteil gesetzt. Unter dem Motto "Wir sind alle Kinder Karnaps" gingen die Grundschüler*innen im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus durch den Stadtteil, suchten das Gespräch mit Passantinnen*Passanten und verwandelten dabei öffentliche Plätze in Orte des Dialogs.
Kinder gestalten Botschaften zu Gerechtigkeit, Respekt und Zusammenhalt
In den Wochen zuvor hatten die Kinder Bilder, Collagen und Botschaften zu Themen wie Gerechtigkeit, Respekt und Zusammenhalt gestaltet. Ausgewählte Arbeiten wurden als Postkarten gedruckt, die die Kinder nun gemeinsam mit Blumen an Menschen im Stadtteil verteilten. Zusätzlich hinterließen sie mit Sprühkreide Slogans auf Gehwegen und Plätzen, um auch diejenigen zu erreichen, die nicht direkt vor Ort waren.
Gerd Maschun von der Bezirksvertretung V und Seniorenbeauftragter im Bezirk begleitete die Aktion und betonte: "Demokratie ist nichts Selbstverständliches und sie lebt davon, dass Menschen miteinander sprechen und sich gegenseitig respektieren. Dass Kinder aus Karnap heute mit ihren selbst gestalteten Postkarten und Botschaften in den Stadtteil gehen und für Zusammenhalt werben, ist ein starkes Zeichen."
Schüler*innen setzen Zeichen für respektvolles Zusammenleben in Karnap
Auch Bezirksbürgermeister Klaus Hagen war vor Ort: "Das heutige Projekt steht ganz besonders für Toleranz, Frieden und gegen jede Form von Ausgrenzung. Beeindruckend finde ich, dass die Maria-Kunigunda-Schule bewusst Methoden wählt, die weit über die Schule hinaus und in den Stadtteil hineinwirken. Das ist ein wirklich schönes Beispiel für ein positives und respektvolles Zusammenleben in Karnap."
Schulleiter Udo Moter zeigte sich stolz auf das Engagement seiner Schüler*innen: "Die Kinder haben in den vergangenen Wochen unglaublich viel Energie und Herzblut in ihre Ideen gesteckt. Ein besonderer Dank gilt dabei Farwa Ahmadyar, die die Kinder in ihrem Demokratieprojekt nicht nur für diese wichtigen Themen sensibilisiert, sondern sie auch selbstbewusst dazu ermutigt, ihre Stimme zu erheben und aktiv für ein demokratisches Miteinander einzutreten."
Rund 200 Blumen wurden im Laufe des Tages verteilt. Immer wieder blieben Menschen stehen und kamen ins Gespräch. "Es tut so gut zu sehen, wenn Menschen sich freuen", sagte ein Mädchen nach einer Begegnung. Manchmal half dabei auch Mehrsprachigkeit: "Ich konnte auf Kurdisch übersetzen, damit die Frau versteht, was wir machen", erzählte ein Kind stolz.
Stadtteilarbeiterin Eda Yücel vom Stadtteilbüro Karnap "KaBüZe" zog eine positive Bilanz: "Wir sind mit acht Gruppen durch Karnap gezogen, haben mit vielen Menschen gesprochen und wirklich schöne Begegnungen erlebt. Genau darum geht es: Begegnung schaffen und Ängste abbauen."
Das Projekt wurde von der Maria-Kunigunda-Schule in Kooperation mit dem Stadtteilbüro und der politischen Jugendbildung des Jugendamtes der Stadt Essen sowie dem Institut für Stadtteilentwicklung, Sozialraumorientierte Arbeit und Beratung (ISSAB) umgesetzt. Gefördert wird die Initiative durch die Landeskoordinierungsstelle gegen Rechtsextremismus und Rassismus im Rahmen des Landesprogramms "NRWeltoffen". Mit der Aktion setzen die Kinder nicht nur im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus ein Zeichen. Ziel ist es, langfristig ein demokratisches und respektvolles Miteinander im Stadtteil zu stärken.
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