Baggypants und Sweatshirts im Ratssaal. Am Mittwoch (29.04.) entwickelten rund 70 Jugendliche ihre Ideen für die Stadt im Essener Rathaus. Oberbürgermeister Thomas Kufen, Muchtar Al Ghusain, Geschäftsbereichsvorstand Jugend, Kultur und Bildung, Jan Flügel, Jugendhilfeausschussvorsitzender, Max Guder, stellvertretender Jugendamtsleiter und Cordula Balogh, Fachgruppenleitung Jugendarbeit begrüßten die Jugendlichen, die aus allen Schulformen und unterschiedlichsten Bezirken der Stadt gekommen waren. "Junge Menschen sollten ihre Stadt mitgestalten, deshalb möchten wir diesen Tag mit euch verbringen und eure Ideen hören und für unsere Arbeit mitnehmen", erklärte Muchtar Al Ghusain.
Zahlreiche Vorschläge erarbeiteten Jugendliche in den Workshops
Die Jugendlichen lernten in vier Workshops wie Anträge stellen für eine fiktive Ratssitzung funktioniert. Vor dem Sitzungsstart gab Oberbürgermeister Thomas Kufen den Jugendlichen eine zentrale Botschaft mit: "Wir brauchen euch! Ihr müsst hier irgendwann übernehmen, wenn es uns nicht mehr gibt." Das Stadtoberhaupt erklärte anschließend anschaulich den Ablauf des demokratischen Systems. "Wir müssen unsere Demokratie verteidigen – unser Grundgesetz sind unsere Spielregeln." Die Schüler*innen entwickelten in Workshops Anträge zu zentralen Themen wie zur grüneren Gestaltung der Innenstadt, Digitalisierung der Ämter, Sicherheit im Alltag, schnellere Anerkennung von Bildungsabschlüssen von Fachkräften mit Migrationshintergrund, besserer Baustellenplanung, Streikrecht für Schüler*innen, mehr Jugendbeteiligung, Obdachlosenhilfe, Freizeitmöglichkeiten für Jugendliche, mehr öffentliche Jugendtreffs in allen Stadtteilen, die Weiterfinanzierung von Jugendzentren und zur Sanierung von Schulen.
Lebensqualität von Jugendlichen verbessern
Das Ziel der Workshopteilnehmer*innen: Die Lebensqualität in der Stadt für Jugendliche zu verbessern. In einer simulierten Ratssitzung brachten die Jugendlichen ihre Anträge ein. Sitzungsleiter Jan Flügel lobte alle Schüler*innen für ihre gut ausformulierten und selbstsicher vorgetragene Anträge. Das Jugendamt plante in Zusammenarbeit mit den Trägern der Offenen Kinder- und Jugendarbeit und der Jugendverbandsarbeit die Veranstaltung, die vom Verein "Politik zum Anfassen e.V." inhaltlich ausgestaltet und moderiert wurde. Positives Feedback für die Veranstaltung gab es von den Teilnehmer*innen mit einem großem Applaus.
Zum Hintergrund
Das Jugendamt wurde vom Jugendhilfeausschuss 2021 beauftragt eine jährliche zentrale Veranstaltung zur Stärkung der Jugendbeteiligung in Essen durchzuführen. Ziel der diesjährigen Tagesveranstaltung ist es, den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Aufgaben der Stadtverwaltung, des Rates der Stadt Essen und der Bezirksvertretung zu vermitteln und bestehende Beteiligungsmodule vorzustellen und mit den Schülerinnen und Schülern zu reflektieren. Ab dem Jahr 2027 werden die Jugendlichen eigenständig mit Unterstützung der Servicestelle Jugendbeteiligung mit eigenen Ideen einen Jugendgipfel planen und durchführen, der das bisherige Format ablösen wird.
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