Mit Sorge reagiert die Stadt Essen auf die angekündigte Schließung des Produktionsstandortes der Großbäckerei Lieken im Essener Norden. Nach Unternehmensangaben sollen rund 120 Arbeitsplätze betroffen sein. Als Gründe nennt das Unternehmen unter anderem gestiegene Energie- und Instandhaltungskosten sowie rückläufige Marktentwicklungen im Bereich Toast- und Sandwichprodukte.
Oberbürgermeister Thomas Kufen erklärt dazu:
"Die angekündigte Schließung des Lieken-Standortes trifft die Beschäftigten und ihre Familien hart. Viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben über Jahrzehnte hinweg mit großem Engagement zum Erfolg des Standortes beigetragen. Der Verlust von rund 120 Arbeitsplätzen ist ein schwerer Einschnitt für die Betroffenen und zugleich keine gute Nachricht für den Industriestandort Essen."
Weiter kündigt das Stadtoberhaupt an:
"Gemeinsam mit dem Deutschen Gewerkschaftsbund und der EWG - Essener Wirtschaftsförderungsgesellschaft (EWG) werde ich mich aktiv in den weiteren Prozess einbringen. Um die Situation zu bewerten, vor allem aber um mögliche Perspektiven für die Beschäftigten auszuloten. Die Stadt versteht sich dabei als wichtiger Vermittler und Gesprächspartner zwischen Unternehmen, Arbeitnehmervertretungen und weiteren Beteiligten."
Stadtspitze und EWG werden die weiteren Entwicklungen eng begleiten und gemeinsam mit den zuständigen Akteuren nach Lösungen suchen, um die Folgen der geplanten Werksschließung für die Beschäftigten möglichst abzufedern.
Hintergrund:
Das Unternehmen Lieken hatte die Belegschaft Anfang Mai über die geplante Schließung des Werkes am Standort Essen informiert. Die Produktion soll nach Unternehmensangaben bis Ende des Jahres eingestellt werden. Bereits 2014 hatte das Unternehmen Schließungspläne für den Standort angekündigt.
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