Schulwegsicherung: Neue Bringzonen und Erprobung einer weiteren Schulstraße

Kenntnisnahme im Ausschuss für Schule und Bildung

13.05.2026

Die Verkehrsüberwachung der Stadt Essen hat 2025 ihre Ziele zur Schulwegsicherung deutlich erreicht (siehe grauer Kasten). Damit stärkt die Stadt den Schutz von Kindern im Straßenverkehr. An den Grundschulen Winfriedschule und Nordviertel sollen zusätzlich neue Bringzonen ("Elternhaltestellen") für mehr Sicherheit sorgen. Vor der Grundschule Nordviertel wird außerdem eine neue Schulstraße erprobt. Darüber wurde heute (13.05.) der Ausschuss für Schule und Bildung in Kenntnis gesetzt.

Was soll an der Winfriedschule geschehen?

Zur Erhöhung der Sicherheit der Schüler*innen der Winfriedschule auf ihrem Schulweg soll auf der Lanterstraße, gegenüber der Hausnummer 13, in Fahrtrichtung auf der rechten Seite von 7:30 Uhr bis 8:30 Uhr eine Bringzone für fünf Fahrzeuge eingerichtet werden.

Warum ist das nötig?

Für die zu Fuß zur Schule gehenden Kinder kommt es bisher durch das erhöhte Verkehrsaufkommen bei Schulbeginn und das zum Teil verbotswidrige Verkehrsverhalten der Eltern zu unübersichtlichen und gefährlichen Situationen. Regelmäßige Überwachungen führten dabei nicht zu einer Besserung der Situation. Die Bringzone soll nun Abhilfe schaffen.

Weitere Informationen zur Bringzone an der Winfriedschule finden Interessierte in der Vorlage 0338/2026/6 .

Was ist an der Grundschule Nordviertel geplant?

An der Grundschule Nordviertel soll eine neue Schulstraße erprobt und drei Bringzonen eingerichtet werden. Außerdem wird die Einrichtung einer regulären Fußgängerzone im beruhigten Verkehrsbereich geprüft.

Warum ist das nötig?

Die beiden Straßen, die zwischen den beiden Schulgebäuden der Grundschule Nordviertel liegen, werden insbesondere zu Schulbeginn fast ausschließlich von Schulkindern und deren Eltern genutzt. Bringzonen und Schulstraße sollen zu einer Entlastung und zur Erhöhung der Sicherheit der Kinder auf dem Schulweg führen.

Wie wird das umgesetzt?

Angedacht ist ein temporäres Durchfahrtsverbot im verkehrsberuhigten Bereich in der Peterstraße – auf voller Länge von der Beisingstraße bis zur Kleinen Stoppenberger Straße – und der Gertrudisstraße. Die Schulstraße wird zu den Bringzeiten von 7:30 Uhr bis 8:30 Uhr für den Kraftfahrzeugverkehr gesperrt. Auf Wunsch der Schule und gemäß der Empfehlung des beauftragten Planungsbüros soll die Sperrung zudem mittags zu der Abholzeit zwischen 11:30 und 14 Uhr erfolgen. Durch das Zusatzschild "Bewohner frei“ werden Anwohnende von der Beschränkung ausgenommen. Die Erprobungsphase der Schulstraße soll ein Jahr dauern. Währenddessen wird auch die Möglichkeit einer Fußgängerzone geprüft.

Als Angebot für die autofahrenden Eltern sollen weiterhin drei Bringzonen eingerichtet werden. Vorgesehen sind diese in der Kleinen Stoppenberger Straße (in beide Fahrtrichtungen) und in der Altenessener Straße (in Fahrtrichtung Norden). Die Kinder können die Schule dann zu Fuß über die Gehwege und den verkehrsberuhigten Bereich der Peterstraße beziehungsweise über die Beisingstraße erreichen.

Weitere Informationen zur Maßnahmen an der Grundschule Nordviertel finden Interessierte in der Vorlage 0617/2026/6 .

Hintergrund

Die Stadt Essen entwickelte die Schulstraßen in enger Abstimmung mit den Schulleitungen sowie der Polizei Essen. Grundlage bilden zuvor durchgeführte Schulweg-Checks, bei denen Gefahrenstellen identifiziert und Verbesserungsmöglichkeiten erarbeitet wurden.

Was passiert nach der Testphase?

Zunächst richtet die Stadt die Schulstraßen temporär ein. Das Institut für Mobilitäts- und Stadtplanung (imobis) der Universität Duisburg-Essen wird die Maßnahmen nach einigen Monaten evaluieren. Wenn die Schulstraßen gut angenommen werden und die Sicherheit nachweislich erhöhen, plant die Stadt, sie dauerhaft einzuführen – vorbehaltlich eines entsprechenden Beschlusses der Bezirksvertretung.

Warum richtet die Stadt Essen Schulstraßen ein?

Die Stadt Essen möchte Schulwege für Kinder sicherer und risikoärmer gestalten. Indem sie Straßen im direkten Schulumfeld zeitweise für den Autoverkehr sperrt, schafft sie mehr Raum für Fußgänger*innen und Radfahrende. Gleichzeitig fördert sie, dass Kinder eigenständig zu Fuß, mit dem Roller oder dem Fahrrad zur Schule kommen.

Was steckt hinter dem Projekt Be-MoVe?

Die Schulstraßen und Schulweg-Checks sind Teil des Projekts Be-MoVe der Grünen Hauptstadt Agentur der Stadt Essen. Das Projekt versteht sich als Reallabor zur Förderung des Fuß- und Radverkehrs. Es wird im Rahmen des Förderprogramms "MobilitätsWerkStadt 2025" vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) unterstützt.

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