Stadtgarten, Stadtwald, Gruga: Diese Orte sind Teil der Essener Stadtgeschichte. Die Volkshochschule (VHS) greift das Thema am Dienstag, 16. Juni, um 18 Uhr in einem historischen Vortrag auf.
Robert Welzel vom Historischen Verein für Stadt und Stift Essen zeichnet unter dem Titel "Von Volksparks und anderen Gärten – Das öffentliche Grün in Essen 1863-1929" die Entwicklung des öffentlichen Grüns in Essen nach.
Der Vortrag zeigt, wie eng die Geschichte des öffentlichen Grüns mit der Entwicklung Essens verbunden ist. So bot zunächst der privat finanzierte Stadtgarten im Südviertel einen Raum für Erholung und städtische Repräsentation. Mit dem ersten Volkspark in Altenessen ab 1897 wurde erstmals eine Grünanlage geschaffen, die auch Möglichkeiten zur sportlichen Ertüchtigung sowie Spiel- und Liegewiesen bot. Der Aufbau des Stadtwaldes steht für eine Phase, in der Essen auf Wachstum, Verdichtung und Lebensqualität zugleich reagieren musste.
Mit dem öffentlichen Grün wollte man schließlich auch die Wohnqualität verbessern. So sah der in Essen tätige, bedeutende Bauingenieur und Stadtplaner Robert Schmidt für die neu entstehenden Wohnvierteln Schmuckanlagen und Binnenparks vor. Er versuchte, Stadt und Grün sinnvoll zu verzahnen. Der Botanische Garten und das Außengelände der Gartenbau-Ausstellung "Gruga" von 1929 fanden regionale und internationale Beachtung.
Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei. Um Anmeldung unter vhs.link/volksparksessen wird gebeten. Hier finden Interessierte auch weitere Informationen.
Über den Referenten
Der Referent Robert Welzel gehört dem Vorstand des Historischen Vereins für Stadt und Stift Essen an. Er publiziert und referiert regelmäßig zur Essener Stadt- und Architekturgeschichte.
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