Anlässlich des heutigen nationalen Hitzeaktionstages (11.06.) besuchte Sandra Helmrich, stellvertretende Leitung der pädagogischen Einrichtungen des Jugendamtes der Stadt Essen gemeinsam mit Sonja Eisenmann, Fachbereichsleiterin des Umweltamtes, die städtische Kindertagesstätte Mölleneystraße in Burgaltendorf. Vor Ort informierten sie sich über bereits umgesetzten pädagogischen Maßnahmen zur Klimaanpassung und darüber, wie Kinder frühzeitig für die Themen Nachhaltigkeit, Klimaschutz und Klimafolgen sensibilisiert werden.
KlimaKita mit Vorbildcharakter
Die Kita Mölleneystraße trägt seit Juni 2020 die Auszeichnung "KlimaKita.NRW" und gehört damit zu den ersten Kindertagesstätten in Nordrhein-Westfalen, die vom Wirtschaftsministerium für ihr besonderes Engagement ausgezeichnet wurden. "In der Kita Mölleneystraße ist das Bewusstsein für den Klimawandel und die damit verbundenen Herausforderungen sehr groß. Diese Themen sind tief im pädagogischen Konzept der Einrichtung verankert. Die Kinder kommen hier schon früh mit Nachhaltigkeit, Klimaschutz und Klimaanpassung in Berührung", erklärte Sandra Helmrich.
Auch Sonja Eisenmann zeigte sich bei ihrem Besuch beeindruckt. So wird in der Einrichtung beispielsweise Regenwasser gesammelt, um in Trockenperioden die Pflanzen im Außengelände zu bewässern. Damit leistet die Kita bereits heute einen aktiven Beitrag zur Anpassung an veränderte klimatische Bedingungen.
Neue Bildungsangebote für alle städtischen Kitas
Damit sich die städtischen Kindertagesstätten künftig noch besser auf Wetterextreme wie Hitzewellen vorbereiten können, hatte Sonja Eisenmann ein besonderes Geschenk im Gepäck: Das Umweltamt der Stadt Essen finanziert in diesem Jahr für alle 51 städtischen Kitas kindgerechte Bildungsmaterialien zum Thema Klimaanpassung.
Jede Einrichtung erhält ein "KlimaGesundheit Starterset" sowie eine "Kita-Wassertasche". Darüber hinaus kann jeweils eine pädagogische Fachkraft an einer vertiefenden Fortbildung teilnehmen. Neben pädagogischen Inhalten zum natürlichen Wasserkreislauf stehen dabei auch praktische Fragen zum Umgang mit Hitze und anderen Klimafolgen im Kita-Alltag im Fokus.
"Unser Ziel ist es, die städtischen Kitas dabei zu unterstützen, sich noch besser auf Wetterextreme vorzubereiten und resilienter gegenüber den damit verbundenen Herausforderungen zu werden", erklärt Sonja Eisenmann. "Das Thema Hitze liegt uns dabei besonders am Herzen. Kleine Kinder zählen zu den Risikogruppen und leiden stärker unter hohen Temperaturen als Erwachsene. Ihnen gegenüber tragen wir eine besondere Verantwortung."
Der Hitzeaktionstag – Schutz von Risikogruppen im Fokus
Der nationale Hitzeaktionstag macht bundesweit auf die gesundheitlichen Risiken zunehmender Hitzewellen aufmerksam. Viele Menschen unterschätzen die Belastungen und Gefahren, die von anhaltender Hitze ausgehen.
Auch der derzeit in Erarbeitung befindliche kommunale Hitzeaktionsplan der Stadt Essen (HAP.Essen) legt einen besonderen Schwerpunkt auf den Schutz von Risikogruppen. Dazu zählen neben Säuglingen und Kleinkindern auch ältere Menschen, Schwangere, Menschen mit Vorerkrankungen sowie Personen, die im Freien arbeiten oder Sport treiben.
"Vor diesem Hintergrund freut es uns umso mehr, dass wir die wertvolle Arbeit, die in den städtischen Kitas bereits geleistet wird, nun mit passenden Materialien unterstützen können", sagt Sonja Eisenmann.
Über die neuen Angebote freut sich auch Mirjam Provitina, Leiterin der Kita Mölleneystraße: "Wir sind schon sehr gespannt auf die Kita-Wassertasche und das KlimaGesundheit Starterset."
Weitere Informationen
Weitere Informationen rund um das Thema Hitze bietet das Hitzeportal der Stadt Essen unter der www.essen.de/hitzeportal. Dort stehen unter anderem kostenlose Materialien für Schulen, Kindertagesstätten, Sportvereine sowie Gesundheits- und weitere Einrichtungen zum Download bereit.
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