Olympiabewerbung für die Region KölnRheinRuhr: Neuausrichtung bei Wettkampfstätten

15.09.2026

Das Wichtigste auf einen Blick:

  • Im Zuge der Olympiabewerbung der Regio KölnRheinRuhr kommt es zu einer Neuausrichtung bei den Wettkampfstätten. Hintergrund ist, dass Herten aufgrund des nicht erreichten Quorums nicht mehr als Austragungsort vorgesehen ist.
  • Im Rahmen der Neuausrichtung ist vorgesehen, dass Fußballspiele auch im Stadion an der Hafenstraße stattfinden, auf dem Brammentrail an der Schurenbachhalde soll zusätzlich die Disziplin Mountainbike ausgetragen werden.
  • Welches deutsche Konzept sich international bewerben wird, entscheidet sich am 26. September in Baden-Baden.

Der Ausschuss für die Sport- und Bäderbetriebe Essen hat in seiner heutigen Sitzung (15.09.) die Neuausrichtung bei einigen Wettkampfstätten im Zuge der Bewerbung der Region KölnRheinRuhr um die Olympischen und Paralympischen Spiele 2036, 2040 oder 2044 zur Kenntnis genommen.

Die Region KölnRheinRuhr hatte am 4. Juni ihre Bewerbung beim Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) eingereicht. Insgesamt umfasst das Konzept 17 beteiligte Städte. Bei einer erfolgreichen Bewerbung ist vorgesehen, ausschließlich bereits bestehende oder temporäre Sportstätten zu nutzen. Neubauten sollen vermieden werden. Köln übernimmt die Rolle der "Leading City" und soll das geplante Olympische Dorf beherbergen.

Welche Änderungen gibt es für Essen?

Durch das Ergebnis der Ratsbürgerentscheide haben sich gegenüber der ursprünglichen Planung Änderungen für Essen ergeben. Da Herten das erforderliche Quorum beim Ratsbürgerentscheid nicht erreicht hat und damit nicht zu den Austragungsstädten gehören wird, soll zusätzlich die olympische Disziplin Mountainbike auf dem Brammentrail an der Schurenbachhalde in Essen ausgetragen werden. Darüber hinaus ist vorgesehen, Fußballspiele im Stadion an der Hafenstraße in Essen auszutragen. Die Finalrunde im Boxen soll hingegen im Vonovia Ruhrstadion in Bochum stattfinden.

Für Essen sind damit folgende olympische Wettbewerbe vorgesehen:

  • BMX-Freestyle und BMX-Racing auf dem UNESCO-Welterbe Zeche Zollverein
  • Boxen in der Grugahalle
  • Gewichtheben in der Messe Essen
  • Schießen (Rifle und Pistol) in der Messe Essen
  • Schießen (Trap und Skeet) auf dem geplanten Gelände Essen 51
  • Mountainbike auf dem Brammentrail an der Schurenbachhalde
  • Fußball im Stadion an der Hafenstraße

Im paralympischen Programm sind für Essen Para-Gewichtheben und Para-Sportschießen in der Messe Essen sowie Sitzvolleyball in der Grugahalle vorgesehen.

Wann fällt die Entscheidung für die deutsche Bewerbung?

In Essen war die Bewerbung im Ratsbürgerentscheid am 19. April 2026 mit 64,26 Prozent Ja-Stimmen angenommen worden. Die erforderliche Mindeststimmenanzahl wurde bei einer Wahlbeteiligung von 33,62 Prozent erreicht.

Welche deutsche Bewerbung sich international um die Olympischen und Paralympischen Spiele bewerben wird, entscheidet die Mitgliederversammlung des Deutschen Olympischen Sportbundes am 26. September in Baden-Baden. Neben KölnRheinRuhr stehen Berlin und München als Bewerber im Wettbewerb.

Weitere Informationen finden Interessierte in der Vorlage 1385/2026/6 .

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