Gesundheitsdezernent Peter Renzel zur Förderzusage für den Ausbau des Philippusstifts
25.09.2026
"Die heutige Förderzusage über rund 90,3 Millionen Euro ist ein wichtiger Schritt für die Zukunft der Gesundheitsversorgung in unserer Stadt. Sie schafft die Grundlage dafür, dass das Philippusstift seine zentrale Rolle in der stationären Versorgung weiter ausbauen und die somatischen Leistungen des ehemaligen Marienhospitals Altenessen an diesem Standort konzentriert werden können. Besonders wichtig sind dabei der geplante Neubau mit einer modernen Zentralen Notaufnahme und der Geriatrie sowie die vorgesehenen Umbauten im Bestand.
Für Essen ist diese Entwicklung von besonderer Bedeutung, weil wir im Norden unserer Stadt in den vergangenen Jahren vor großen Herausforderungen gestanden haben. Den Veränderungen in der Krankenhauslandschaft gingen die Schließungen des Marienhospitals Altenessen und des St. Vincenz-Krankenhauses voraus. Für uns als Stadt war von Anfang an klar: Wir dürfen die Menschen im Essener Norden mit diesen Veränderungen nicht alleinlassen. Deshalb haben wir gemeinsam mit vielen Partnerinnen und Partnern alle Möglichkeiten genutzt, um die gesundheitliche Versorgung vor Ort aufzufangen und neue Strukturen zu schaffen. Mit den Gesundheitskiosken und dem Gesundheitszentrum St. Vincenz sind dabei wichtige neue Angebote entstanden, die die stationäre Versorgung ergänzen und den Menschen einen niedrigschwelligen Zugang zu gesundheitlicher Beratung und Unterstützung ermöglichen.
Gleichzeitig haben wir die Weiterentwicklung des Philippusstifts über Jahre eng begleitet. Dass heute ein Förderbescheid in dieser Größenordnung übergeben werden kann, ist deshalb auch das Ergebnis eines langen gemeinsamen Prozesses. Ich danke dem Land Nordrhein-Westfalen, den Krankenkassen und der Contilia für die Ausdauer und die Bereitschaft, das Konzept immer wieder an die veränderten Rahmenbedingungen und die neue Krankenhausplanung anzupassen.
Jetzt kommt es darauf an, die nächsten Schritte konsequent zu gehen. Eine leistungsfähige stationäre Versorgung, gute ambulante und wohnortnahe Angebote und eine enge Vernetzung der verschiedenen Akteure gehören zusammen. Unser gemeinsames Ziel muss sein, dass die Menschen im Essener Norden auch künftig eine verlässliche und qualitativ hochwertige Gesundheitsversorgung in ihrer Nähe vorfinden. Die heutige Förderzusage ist dafür ein wichtiger Baustein."
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