Innenstadtbüro und Quartiersmanagement ab 2027 geplant
Rat beschließt nächstes Leitprojekt für die Entwicklung der Essener Innenstadt
14.10.2026
Das Wichtigste auf einen Blick:
- Ein Innenstadtbüro soll künftig Informationen und Beratungsangebote zur Innenstadtentwicklung bündeln.
- Das Quartiersmanagement informiert über Projekte und bindet Anwohnende, Gewerbetreibende und Immobilieneigentümer*innen aktiv ein.
- Ein externer Dienstleister wird europaweit gesucht. Der Projektstart ist für das erste Quartal 2027 geplant.
Die Entwicklung der Innenstadt soll künftig mit einem zentralen Innenstadtbüro und einem Quartiersmanagement begleitet werden. Der Rat der Stadt Essen hat heute (14.10.) die Durchführung des Leitprojekts "Innenstadtbüro und Quartiersmanagement" beschlossen. Der Projektstart ist für das erste Quartal 2027 vorgesehen. Zunächst ist eine Laufzeit von drei Jahren geplant, mit der Option auf eine Verlängerung um weitere drei Jahre.
Ziel ist es, eine zentrale Anlaufstelle für alle zu schaffen, die in der Innenstadt leben, arbeiten, Geschäfte betreiben oder sich dort aufhalten. Das Quartiersmanagement soll den Innenstadtentwicklungsprozess "Zukunft.Essen.Innenstadt" sowie die Umsetzung der Projekte aus dem Integrierten Entwicklungskonzept (IEK) begleiten und gemeinsam mit der Stadtverwaltung und den Akteurinnen*Akteuren in der Innenstadt weiterentwickeln.
Grundlage für das Leitprojekt ist das Integrierte Entwicklungskonzept "Zukunft.Essen.Innenstadt", das der Rat der Stadt Essen am 2. Juli 2025 beschlossen hat. Die Realisierung der darin vorgesehenen Leit- und Zukunftsprojekte erfolgt auf Grundlage separater Beratungen und Beschlüsse des Rates.
Welche Aufgaben übernimmt das Quartiersmanagement?
Ein Schwerpunkt liegt darauf, die Menschen vor Ort stärker in die Innenstadtentwicklung einzubeziehen. Dazu zählen insbesondere Anwohner*innen, Immobilieneigentümer*innen, Gewerbetreibende sowie weitere Akteurinnen*Akteure. Das Quartiersmanagement soll über laufende und geplante Projekte informieren, Beteiligungsmöglichkeiten schaffen und die Mitwirkung an Aufwertungsmaßnahmen fördern. Geplant sind dafür auch kreative, experimentelle und niedrigschwellige Formate.
Was bietet das Innenstadtbüro?
Das Innenstadtbüro soll in einem zentral gelegenen Ladenlokal eingerichtet werden und als Anlaufstelle für Fragen und Informationen rund um die Innenstadtentwicklung dienen. Neben Sprechstunden des Quartiersmanagements sind auch Beratungsangebote der Stadtverwaltung vorgesehen. Dazu können beispielsweise eine baukulturelle Beratung und Informationen zu Fördermöglichkeiten gehören. Darüber hinaus sollen die Räumlichkeiten weiteren Akteurinnen*Akteuren für Beratungen, Sprechstunden oder Gruppentreffen zur Verfügung stehen.
Ergänzend sind eine projektbezogene Internetseite und die begleitende Nutzung sozialer Medien vorgesehen, um möglichst viele Menschen über die Aktivitäten und Beteiligungsmöglichkeiten zu informieren.
Wie geht es weiter?
Für die Umsetzung soll ein externer Dienstleister im Rahmen einer europaweiten öffentlichen Ausschreibung beauftragt werden. Voraussetzung für die Vergabe sind unter anderem nachgewiesene Erfahrungen im Quartiersmanagement sowie in der Zusammenarbeit mit Bürgerinnen*Bürgern und weiteren Akteurinnen*Akteuren in Fördergebieten der Städtebauförderung.
Weitere Informationen finden Interessierte in der Vorlage 1484/2026/7 .
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