Ergebnisse und Umsetzung der Schulweg-Checks in Altenessen-Süd und im Nordviertel
Kenntnisnahme im Ausschuss für Schule und Bildung
13.10.2026
Die wichtigsten Punkte auf einem Blick:
- Die Stadt Essen hat die Schulweg-Checks an der Grundschule an der Rahmstraße und der Grundschule Nordviertel ausgewertet und plant Maßnahmen gegen Gefahrenstellen wie Gehwegparken, unübersichtliche Querungen und Hol- und Bringverkehr vor den Schulen.
- In Altenessen-Süd sollen drei zeitlich begrenzte Elternhaltestellen in der Schwarzen Straße und der Rahmstraße entstehen, über die die Bezirksvertretung V am 24. November entscheidet.
- Für beide Grundschulen wurden Schulwegpläne erarbeitet, die empfehlenswerte Routen zeigen und der Verkehrsplanung helfen, Maßnahmen zu priorisieren.
Hinweis an die Redaktionen: Die Erprobung der Schulstraße im Nordviertel läuft bereits (siehe Link im grauen Kasten). Auch die Schulwegpläne wurden bereits erstellt. Die Meldung wurde heute (14.10.) dementsprechend geändert.
Die Stadt Essen hat die Ergebnisse der Schulweg-Checks an der Grundschule an der Rahmstraße und der Grundschule Nordviertel ausgewertet. Die Ergebnisse nahm der Ausschuss für Schule und Bildung in seiner heutigen (13.10.) Sitzung zur Kenntnis. Auf dieser Grundlage plant die Verwaltung Maßnahmen gegen Gefahrenstellen im Umfeld beider Schulen. In Altenessen-Süd sollen zudem zeitlich begrenzte Elternhaltestellen (Hol- und Bringzonen) eingerichtet werden.
Wie wurden die Gefahrenstellen ermittelt?
Im Sommer 2025 wurden Eltern der beiden Grundschulen und der umliegenden Kitas gebeten, gemeinsam mit ihren Kindern den Schulweg in einer Karte einzutragen. Sie konnten Orte markieren, die sie als unkomfortabel, problematisch oder gefährlich empfinden. Außerdem wurde abgefragt, wie die Kinder ihren Weg zurücklegen. Beteiligt waren Schulen, Kitas, Polizei, Stadtverwaltung und Bezirksvertretungen.
Was zeigen die Ergebnisse?
Die meisten Kinder kommen zu Fuß zur Schule: An der Grundschule an der Rahmstraße sind es im Sommer rund 60 Prozent, im Winter rund 53 Prozent. An der Grundschule Nordviertel liegt der Anteil bei etwa 67,5 Prozent im Sommer und 58,4 Prozent im Winter. Im Winter werden mehr Kinder mit dem Auto gebracht, an der Rahmstraße steigt der Anteil von rund 34 auf 42 Prozent, im Nordviertel von 20,8 auf 30,5 Prozent. Bus und Bahn nutzen nur wenige Schüler*innen, Fahrrad oder Roller spielen kaum eine Rolle.
Die genannten Gefahrenstellen betreffen vor allem unübersichtliche Kreuzungen und Querungen, zu schnell fahrende Autos, den Hol- und Bringverkehr unmittelbar vor den Schulen sowie zu kurze Ampelphasen für Fußgänger*innen.
Welche Maßnahmen sind geplant?
Das Amt für Straßen und Verkehr plant Maßnahmen entsprechend der Priorisierung der Gefahrenstellen. Dazu zählen das Unterbinden von Gehwegparken sowie Verbesserungen an Querungen, etwa durch Poller und Markierungen. Wo parkende Fahrzeuge die Sicht an Querungen einschränken, sollen nach einer Prüfung Sperrpfosten und/oder Haltverbote eingerichtet werden. Zunächst werden Problemstellen im Radius von 200 Metern um die Grundschulen betrachtet. Zusätzlich wird die Beleuchtung im Park neben der Grundschule in Altenessen-Süd überprüft.
Wo sollen die Elternhaltestellen in Altenessen-Süd entstehen?
Für Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto bringen oder abholen, sollen drei Elternhaltestellen eingerichtet werden, jeweils montags bis freitags von 7:30 bis 8:30 Uhr und von 11:30 bis 13 Uhr:
- Schwarze Straße (Fahrtrichtung Ost): drei Stellplätze vor Haus Nr. 66 und vier Stellplätze vor Haus Nr. 70
- Rahmstraße (Fahrtrichtung Süd/West): vier Stellplätze vor Haus Nr. 132
Die Verwaltung rechnet nicht mit einem Verlust an Parkraum. Anwohner*innen und Schulverkehr nutzen die Flächen zeitlich versetzt, abends und nachts stehen alle Stellplätze weiterhin zur Verfügung.
Über die Einrichtung der Zonen entscheidet die Bezirksvertretung V in ihrer Sitzung am 24. November.
Was passiert im Nordviertel?
An der Grundschule Nordviertel läuft bereits die Erprobung einer temporären Schulstraße sowie von drei Elternhaltestellen.
Wie geht es weiter?
Für beide Grundschulen wurden Schulwegpläne erarbeitet. Sie zeigen empfehlenswerte Routen und helfen der Verkehrsplanung, Maßnahmen zu priorisieren. Sie wurden möglichst kindgerecht gestaltet und sollen mit Verkehrserziehung kombiniert werden.
Weitere Informationen zu den Schulweg-Checks und deren Ergebnisse finden Interessierte im RatsInformationsSystem der Stadt Essen .
Zum Hintergrund
Die Schulweg-Checks sind Teil des Projekts Be-MoVe der Stadt Essen, der Universität Duisburg-Essen und der Universitätsmedizin Essen. Be-MoVe wird seit 2020 im Förderprogramm "MobilitätsWerkStadt 2025" des Bundesforschungsministeriums (BMFTR) gefördert. Im Reallabor werden Maßnahmen zur Förderung der Fuß- und Radmobilität im realen städtischen Umfeld getestet und evaluiert. Mit der Durchführung der Schulweg-Checks ist das Planungsbüro ueffee GbR aus Wuppertal beauftragt.
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