Zechenmauer an der Kraspothstraße wird letztmalig instandgesetzt
Stadt investiert rund 22.000 Euro in die Instandsetzung des Kunstwerks
27.10.2026
Das Wichtigste auf einen Blick:
- Die durch Graffitis beschädigte Zechenmauer samt Kunstwerk an der Kraspothstraße in Katernberg wird ab sofort wiederhergestellt.
- Die Stadt Essen investiert hierfür rund 22.000 Euro aus Eigenmitteln sowie Mitteln der Bezirksvertretung VI.
- Weil die Haushaltsmittel derzeit begrenzt sind und keine Städtebaufördermittel eingesetzt werden können, handelt es sich um die letzte Instandsetzung der Zechenmauer.
Die Zechenmauer an der Kraspothstraße in Essen-Katernberg wurde durch teils verfassungswidrige Graffitis verunreinigt, ein im Jahr 2024 fertiggestelltes Kunstwerk dadurch außerdem beschädigt. Aus der Bürgerschaft sowie der Bezirkspolitik wurde der Wunsch geäußert, diesen Zustand zu beseitigen. Die Stadt Essen hat sich daher entschieden, das Mauerkunstwerk wiederherstellen zu lassen.
Nach vergaberechtlicher und fachlicher Prüfung wurde ein Malerbetrieb mit der Instandsetzung beauftragt. Die Gesamtkosten der Maßnahme belaufen sich auf voraussichtlich rund 22.000 Euro. Mit der Umsetzung wird am heutigen Dienstag (27.10.) begonnen.
Zechenmauer in Katernberg als Stück lokaler Identität
"Es ist bedauerlich und nicht hinnehmbar, dass ein erst 2024 aufwendig saniertes und gestalterisch weiterentwickeltes Kunstwerk mutwillig beschädigt wurde und das vor dem Hintergrund, dass die Motive der Gestaltung gemeinsam mit Kindern entwickelt wurden. Damit wurde ein Stück lokaler Identität geschaffen, das es zu bewahren gilt", erklärt Ingrid Ratay, Leiterin des Teams Stadterneuerung und Stadtteilentwicklung Nord/Süd.
Trotz ihrer angespannten Haushaltslage hat sich die Stadt Essen auf den Weg gemacht, das Kunstwerk abermals mit Eigenmitteln und mit Mitteln der Bezirksvertretung VI wiederherzustellen. Da die finanziellen Mittel der Stadt derzeit begrenzt sind und die Instandsetzung nicht aus Städtebaufördermitteln mitfinanziert werden kann, handelt es sich bei dieser Maßnahme um die letztmalige Instandsetzung der Zechenmauer.
Die Stadt appelliert daher an alle Bürgerinnen*Bürger, aufmerksam zu sein und dabei zu helfen, weiteren Vandalismus zu verhindern. Nur durch die gemeinsame Aufmerksamkeit und einen verantwortungsvollen Umgang mit dem öffentlichen Raum kann das Kunstwerk auf der Zechenmauer und damit ein Identitätsmerkmal Katernbergs dauerhaft erhalten bleiben.
Zum Hintergrund
Die Zechenmauer wurde ursprünglich im Jahr 1996 von drei Künstlerinnen gestaltet. Im Jahr 2024 wurde sie im Rahmen des Projektes "Sanierung und Weiterentwicklung der Zechenmauer an der Kraspothstraße" umfassend gereinigt und gemeinsam mit einer der damaligen Künstlerinnen gestalterisch weiterentwickelt. Die Arbeiten wurden in Zusammenarbeit einem von der Stadt beauftragten Malerbetrieb durchgeführt. Finanziert wurde das Projekt zu 80 Prozent aus Städtebaufördermitteln von Bund und Land, zu 20 Prozent aus städtischen Mitteln. Die Eröffnung der neugestalteten Zechenmauer fand im Mai 2024 im Rahmen des Tags der Städtebauförderung statt.
Herausgegeben von:
Stadt Essen
Presse- und Kommunikationsamt
Rathaus, Porscheplatz
45121 Essen
Telefon: +49 201 88-0 (ServiceCenter Essen)
E-Mail: presse@essen.de
URL: www.essen.de/presse