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Das Gesundheitsamt der Stadt Essen informiert zum Coronavirus

Foto: Der abgesperrte Kennedy-Platz während der Corona-Pandemie.
Foto: Einkaufen
Foto: Behelf-Mund-Nase-Schutz mit Essener Motiv

Zehn Hygienetipps auf einen Blick

Abbildung: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), www.infektionsschutz.de, CC BY-NC-ND

Abbildung: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), www.infektionsschutz.de, CC BY-NC-ND

Richtig Händewaschen in fünf Schritten

Abbildung: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), www.infektionsschutz.de, CC BY-NC-ND

Abbildung: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), www.infektionsschutz.de, CC BY-NC-ND

Von Zentralchina ausgehend treten weltweit Krankheitsfälle durch das neuartige Coronavirus (SARS-CoV-2) auf, das die Weltgesundheitsorganisation (WHO) als Pandemie einstuft. In Essen, wo der erste Fall am 1. März auftrat, ist die Zahl der Neuinfektionen stabil. Eine Übersicht über aktuelle Entwicklungen rund um das Coronavirus in Essen und statistische Informationen dazu steht hier zur Verfügung.

Informationen zu den aktuell gültigen Einschränkungen des öffentlichen Lebens finden Interessierte hier.

Quarantänepflicht für Ein- und Rückreisende

Personen, die aus dem Ausland nach Nordrhein-Westfalen einreisen und sich innerhalb von 14 Tagen vor der Einreise in einem Risikogebiet aufgehalten haben, müssen sich in NRW für zwei Wochen in Quarantäne begeben und sich telefonisch unter 0201 123-8888 über das Bürgertelefon beim Gesundheitsamt melden. Dies gilt auch für Personen, die zunächst in ein anderes deutsches Bundesland eingereist sind. Risikogebiete sind Staaten und Regionen, die zum Zeitpunkt der Einreise ein erhöhtes Risiko für eine Infektion mit dem Coronavirus aufweisen und vom Robert Koch-Institut als Risikogebiete ausgewiesen werden. Weitere Informationen, auch zu den Ausnahmen, finden Interessierte in der Coronaeinreiseverordnung, die vorerst bis 15. Juli gilt.

Sozialdezernent Peter Renzel informiert zum
Coronavirus

Bürgertelefon

Das Bürgertelefon ist unter der Rufnummer 0201 123-8888 montags bis samstags von 9 bis 15 Uhr erreichbar. Dort können sich Bürgerinnen und Bürger rund um das Thema Coronavirus informieren.

FAQ zum Coronavirus

Antworten auf häufig gestellte Fragen (Stand: 29.06.2020)

Informationen zum Erreger

Schutz

Ansteckung

Krankheitsverlauf und Behandlung

Verdacht auf Infektion und Test

Quarantäne

Ausbreitung und Reisen

Marina Lorsch vom Gesundheitsamt Essen informiert zum Coronavirus (13.03.2020)

Informationen zum Erreger

Was sind Coronaviren?

Coronaviren wurden erstmals Mitte der 1960er Jahre identifiziert. Sie können sowohl Menschen als auch verschiedene Tiere infizieren, darunter Vögel und Säugetiere. Coronaviren verursachen in Menschen verschiedene Krankheiten, von gewöhnlichen Erkältungen bis hin zu gefährlichen oder sogar potenziell tödlich verlaufenden Krankheiten, wie dem Middle East Respiratory Syndrome (MERS) oder dem Severe Acute Respiratory Syndrome (SARS).

In der Vergangenheit waren schwere, durch Coronaviren verursachte Krankheiten, wie SARS oder MERS, zwar weniger leicht übertragbar als Influenza, aber sie haben dennoch zu großen Ausbrüchen geführt. Das neue Coronavirus wird auch unter den Bezeichnungen COVID-19 oder SARS-CoV-2 geführt. Ein Steckbrief mit weiteren Informationen zu Übertragungswegen, Inkubationszeit und Verlauf der Coronavirus-Krankheit-2019 (COVID-19) ist hier auf der Website des Robert Koch-Instituts (RKI) zu finden.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat den Ausbruch des neuartigen Coronavirus als Pandemie eingestuft. Weitere Informationen in englischer Sprache sind auf der Website der WHO verfügbar.

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Wo erhalte ich weitere Informationen?

Bei allen weiteren Fragen rund um das Thema Infektionskrankheiten steht Essenerinnen und Essenern das Gesundheitsamt der Stadt Essen zur Verfügung. Die Stadt Essen hat ein Bürgertelefon unter der Rufnummer 0201 123-8888 eingerichtet. Es ist montags bis samstags von 9 bis 15 Uhr erreichbar. Dort können sich Bürgerinnen und Bürger rund um das Coronavirus informieren.

Auch das Land NRW informiert online auf www.land.nrw/corona sowie www.mags.nrw/coronavirus über das Coronavirus und aktuelle Entwicklungen.

Informationen für Bürgerinnen und Bürger, darunter Hygienetipps und Antworten auf häufig gestellte Fragen (FAQ), stellt auch die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung unter www.infektionsschutz.de zur Verfügung.

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Schutz

Kann man sich gegen das Coronavirus impfen lassen?

Nein, momentan steht kein Impfstoff zur Verfügung, der vor einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus schützt. Weltweit wird intensiv an einem solchen Impfstoff gearbeitet; wann er verfügbar sein wird, ist derzeit noch unklar.

Es ist wichtig, einen guten allgemeinen Gesundheitszustand in der Bevölkerung zu erhalten, um das Gesundheitssystem zu entlasten. Ein umfassender Impfschutz gemäß den aktuellen STIKO-Empfehlungen kann hierzu beitragen.

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Warum soll ich Abstand zu anderen halten bzw. meine sozialen Kontakte beschränken?

Derzeit sollen Menschen mindestens 1,5 Meter Abstand zueinander halten. Dies vermindert das Risiko einer Übertragung des Coronavirus, das mit Tröpfchen vor allem durch direkten Kontakt zwischen Menschen, beispielsweise im Gespräch, übertragen wird. Durch das Abstandhalten kann auch die Exposition gegenüber Aerosolen, die längere Zeit in der Luft schweben können, in gewissem Umfang verringert werden. Eine Übertragung kann bereits bis zu zwei Tage vor Symptombeginn stattfinden oder bei einem sehr milden Verlauf der Erkrankung. Da eine infizierte Person im Durchschnitt zwei bis drei weitere Personen ansteckt, bietet die Beschränkung sozialer Kontakte eine Möglichkeit, die Übertragungsketten und die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Dies ist unter anderem nötig, um eine hohe Zahl gleichzeitig erkrankter Menschen zu vermeiden, was zu Engpässen im Gesundheitswesen führen könnte, etwa bei der Zahl der Krankenhausbetten oder dem medizinischen Personal.

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Wie kann ich mich und andere vor einer Ansteckung schützen?

Um die Ausbreitung von Atemwegskrankheiten zu vermeiden, sollten die Vorgaben der Behörden befolgt und mindestens 1,5 Meter Abstand zu anderen Personen eingehalten werden. Zudem sind eine gute Händehygiene sowie die üblichen Husten- und Nies-Verhaltensregeln anzuwenden. Auf das Händeschütteln sollte verzichtet werden, ebenso wie auf das Anfassen des Gesichts, um etwaige Krankheitserreger nicht über die Schleimhäute von Augen, Nase oder Mund aufzunehmen. Personen, die die Möglichkeit haben, sollten von zu Hause aus arbeiten, und Menschen mit Atemwegssymptomen sollten möglichst generell zu Hause bleiben. Hier finden Interessierte eine Übersicht über Verhaltensregeln und -empfehlungen für verschiedene Bereiche des Alltags.

Personen, die am Coronavirus erkrankt sind, sollten zum Schutz ihrer Mitmenschen mindestens 1,5 Meter Abstand halten und die ungehinderte Freisetzung von Tröpfchen möglichst unterbinden, z.B. durch Umsetzung der Husten- und Niesetikette und das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes. Eine einfache Anleitung für die Herstellung eines Behelfs-Mund-Nasen-Schutzes stellen die Stadt Essen und die Feuerwehr Essen hier zur Verfügung.

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Was muss ich beim Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung beachten?

Das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung kann dazu beitragen, die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen und andere Menschen vor Infektionen zu schützen, da er die Verteilung von Tröpfchen mindert, die beim Sprechen, Husten oder Niesen entstehen. Daher ist es wichtig, dass der Mund-Nase-Schutz sowohl Mund als auch Nase vollständig bedeckt und möglichst enganliegend getragen wird. Um sich und andere vor einer Ansteckung zu schützen, ist dennoch insbesondere eine gute Händehygiene, die Einhaltung der Husten- und Nies-Etikette sowie ein Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Personen wichtig.
Eine einfache Anleitung für die Herstellung eines Behelfs-Mund-Nasen-Schutzes stellen die Stadt Essen und die Feuerwehr Essen hier zur Verfügung.

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Ist das Tragen von Visieren anstatt einer Mund-Nase-Bedeckung sinnvoll?

Nein. Das RKI empfiehlt das Tragen einer textilen Mund-Nase-Bedeckung, die laut CoronaSchVO für Bürgerinnen und Bürger in verschiedenen Bereichen des Alltags verpflichtend ist. Richtig über Mund, Nase und Wangen platziert minimiert ein Mund-Nase-Schutz das Vorbeiströmen von Luft und kann den Speichel-/Schleim-Tröpfchenauswurf reduzieren. Visiere fangen hingegen maximal die direkt auf die Scheibe auftretenden Tröpfchen auf und sind daher keine gleichwertige Alternative.
Eine einfache Anleitung für die Herstellung eines Behelfs-Mund-Nasen-Schutzes stellen die Stadt Essen und die Feuerwehr Essen hier zur Verfügung.

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Ich pflege zu Hause einen Angehörigen. Worauf muss ich jetzt besonders achten?

Menschen, die von Angehörigen betreut werden, gehören aufgrund ihres Alters und ihrer Vorerkrankungen zu einer besonderen Coronavirus-Risikogruppe. Um einen größeren Gesundheitsschaden von ihnen abzuwenden, ist viel Aufmerksamkeit nötig. Deshalb hat die Stadt Essen wichtige Informationen zur gezielten und engmaschigen Beobachtung des Gesundheitszustands von Pflegebedürftigen zusammengestellt, die den pflegenden Angehörigen als Hilfestellung dienen sollen. Folgende Dokumente stehen ihnen dafür zum Download zur Verfügung:

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Ansteckung

Wie kann ich mich mit dem Coronavirus anstecken?

Das Coronavirus ist von Mensch zu Mensch übertragbar. Der Hauptübertragungsweg in der Bevölkerung scheint die Tröpfcheninfektion zu sein. Theoretisch möglich ist auch eine Schmierinfektion über die Hände, die mit Mund, Nase oder Augen in Kontakt kommen. Zudem gibt es Hinweise darauf, dass das Coronavirus über sogenannte Aerosole – in der Luft schwebende Tröpfchenkerne kleiner als fünf Mikrometer – übertragen werden kann.

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Kann ich mich über Lebensmittel, Oberflächen oder Gegenstände mit dem neuartigen Coronavirus (SARS-CoV-2) anstecken?

Bei Coronaviren erfolgt die Übertragung primär über Sekrete der Atemwege. Gelangen diese an die Hände, die dann beispielsweise das Gesicht berühren, ist es möglich, dass auch auf diese Weise eine Übertragung stattfindet. Deshalb ist eine gute Händehygiene wichtiger Teil der Prävention. Generell gilt: Die Übertragungsmöglichkeiten über Oberflächen hängen von vielen verschiedenen Faktoren ab. Wissenschaftliche Untersuchungen zu dem Thema finden unter experimentellen Bedingungen statt und können nicht das realistische Übertragungsrisiko im Alltag widerspiegeln.

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Ab wann ist man ansteckend?

Die Inkubationszeit, also die Dauer von der Ansteckung bis zum Beginn der Erkrankung, beträgt beim Coronavirus 1–14 Tage, im Mittel 5–6 Tage.
Sobald man Krankheitszeichen hat, ist man auf jeden Fall ansteckend. Ein Übertragungsrisiko besteht aber auch bereits zwei Tage vor dem Auftreten von Krankheitszeichen und ist einen Tag vorher am höchsten.

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Kann man für andere ansteckend sein, ohne selbst krank zu werden?

Ja. Es ist möglich, dass man sich selbst angesteckt hat ohne dies zu bemerken, weil die Symptome sehr schwach oder nicht vorhanden sind. Auch infizierte Personen ohne Krankheitszeichen können das Coronavirus übertragen.

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Wie lange ist man ansteckend?

Wie lange eine mit dem Coronavirus infizierte Person ansteckend ist, lässt sich nicht allgemeingültig sagen und hängt auch von der Schwere der Krankheit ab. Die Entscheidung, ob eine Person als genesen und nicht mehr ansteckend gilt, trifft das zuständige Gesundheitsamt.

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Krankheitsverlauf und Behandlung

Wie lange dauert die Inkubationszeit?

Derzeit wird davon ausgegangen, dass die Inkubationszeit bis zu 14 Tage beträgt. Der Weltgesundheitsorganisation WHO zufolge beträgt sie durchschnittlich 5–6 Tage.

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Welche Symptome werden durch das Coronavirus ausgelöst?

Wie bei anderen respiratorischen Erregern kann eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus zu Symptomen wie Husten, Schnupfen, Halskratzen und Fieber führen, einige Betroffene leiden auch an Durchfall. Ebenso wird vom Verlust des Geruchs-/Geschmackssinns berichtet. Die Krankheitsverläufe variieren stark, von symptomlosen Verläufen bis hin zu schweren Pneumonien mit Lungenversagen. Die Wahrscheinlichkeit für schwere Krankheitsverläufe nimmt mit zunehmendem Alter und bestehenden Vorerkrankungen zu. Todesfälle traten bisher vor allem bei Patienten auf, die älter waren und/oder zuvor an chronischen Grunderkrankungen litten.

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Welche Gruppen sind besonders häufig von einem schweren Verlauf betroffen?

Die folgenden Personengruppen haben ein erhöhtes Risiko für schwere Verläufe:

  • ältere Personen (mit stetig steigendem Risiko für schweren Verlauf ab etwa 50–60 Jahren)
  • Raucherinnen und Raucher
  • Personen mit starkem Übergewicht
  • Personen mit bestimmten Vorerkrankungen, beispielsweise des Herz-Kreislauf-Systems oder der Lunge sowie Patienten mit chronischen Lebererkrankungen, Diabetes mellitus, Krebserkrankung und geschwächtem Immunsystem.

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Verdacht auf Infektion und Test

Welche Behandlungsmöglichkeiten stehen für das neuartige Coronavirus zur Verfügung?

Eine spezifische, das heißt gegen das neuartige Coronavirus selbst gerichtete Therapie steht derzeit nicht zur Verfügung. Sehr wirkungsvoll ist jedoch die unterstützende Behandlung der Infektion entsprechend der Schwere des Krankheitsbildes. Dazu gehören beispielweise Sauerstoffgabe, Ausgleich des Flüssigkeitshaushaltes, gegebenenfalls Antibiotikagabe zur Behandlung von bakteriellen Alternativ-/Begleitinfektionen, engmaschiges Monitoring sowie die Behandlung von relevanten Grunderkrankungen.

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Ich hatte Kontakt zu einer Person, die positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Was soll ich tun?

Personen, die einen persönlichen Kontakt zu einer Person hatten, bei der das Coronavirus im Labor nachgewiesen wurde, sollten sich unverzüglich und unabhängig von Symptomen telefonisch an das Bürgertelefon wenden: 0201 123-8888. Als Kontaktperson gilt, wer mindestens einen 15-minütigen Kontakt mit einer positiv getesteten Person hatte, zum Beispiel während eines persönlichen Gesprächs. Auch Personen, mit denen man in einem Haushalt lebt, zählen als Kontaktperson. Es reicht nicht aus, an einem Patienten vorbeigelaufen zu sein. Kontaktperson ist, wer mit Sekreten oder Körperflüssigkeiten der positiv getesteten Person in Kontakt gekommen ist, zum Beispiel beim Küssen oder Anhusten.

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Ich habe Symptome an den Atemwegsorganen, jedoch keinen Kontakt zu einer am Coronavirus erkrankten Person. Muss ich eine Infektion mit dem Coronavirus befürchten?

Eine Infektion mit dem Coronavirus ist möglich, aber eher unwahrscheinlich. Hierzu wird in einem Beratungsgespräch nach dem Kontakt zum Bürgertelefon 0201 123-8888 geklärt, ob ein Abstrich sinnvoll ist, um auf das Coronavirus zu testen.

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Ich habe eine Atemwegserkrankung und nur leichte Symptome wie Husten, Niesen oder Halsschmerzen. Sollte ich ärztlichen Rat einholen und nach einem Test fragen?

Rufen Sie das Bürgertelefon an unter 0201 123-8888 und schildern Sie dort Ihre Beschwerden. Sie werden zurückgerufen, ob ein Abstrich durchgeführt wird.

Schon bevor das Testergebnis vorliegt, sollten Betroffene zu Hause bleiben, enge Kontakte unter 2 Metern meiden, gute Händehygiene einhalten und bei Kontakt zu anderen (falls vorhanden) einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Hier finden Interessierte eine Nähanleitung für einen Behelfs-Mund-Nasen-Schutz.

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Ich habe Symptome, erreiche aber weder eine der Hotlines noch einen Hausarzt / eine Hausärztin telefonisch. Was soll ich tun?

Betroffene, die nur leichte Symptome haben, sollten sich selbst isolieren, also zu Hause bleiben, enge Kontakte unter zwei Metern meiden, eine gute Händehygiene und die Husten- und Niesregeln einhalten. Wenn die Beschwerden zunehmen, sollten sie zunächst nochmals versuchen, die bundesweite Rufnummer des Kassenärztlichen Notdienstes in Deutschland 116117 anzurufen. In Notfällen, beispielsweise bei Atemnot, ist der Notruf 112 anzurufen.

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Ich habe keine Krankheitszeichen. Ist ein Test trotzdem sinnvoll?

Eine Labordiagnostik sollte nur bei Krankheitszeichen durchgeführt werden, um die Ursachen zu klären. Wenn jemand gesund ist, sich aber noch in der Inkubationszeit befindet, die bis zu 14 Tage dauern kann, sagt ein negativer Coronavirus-Test nichts darüber aus, ob man doch noch krank werden kann. Zudem werden die Laborkapazitäten unnötig belastet.

Quarantäne

Warum müssen Kontaktpersonen 14 Tage in Quarantäne?

Eine weitere Ausbreitung des neuartigen Coronavirus soll so weit wie möglich verhindert oder zumindest verlangsamt werden. Hierfür ist es notwendig, die Kontaktpersonen von bestätigten Infektionsfällen möglichst lückenlos zu identifizieren und ihren Gesundheitszustand für die maximale Dauer der Inkubationszeit von 14 Tagen in häuslicher Quarantäne zu beobachten. Auf diese Weise können auftretende Krankheitszeichen frühzeitig erkannt und die notwendigen Untersuchungen durchgeführt werden, damit diese Personen im Zweifelsfall niemanden anstecken können. In dieser Zeit ist das Gesundheitsamt mit den Betroffenen täglich in Kontakt, um den Gesundheitszustand zu beobachten und rasch zu handeln, falls Symptome auftreten sollten. Gleichzeitig werden die Kontakte der Betroffenen auf ein Minimum reduziert, damit das Virus im Zweifelsfall nicht weiterverbreitet werden kann. Das Gesundheitsamt legt im Einzelfall das konkrete Vorgehen fest.

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Wann muss man in behördlich angeordnete Quarantäne?

Eine Person muss dann in Quarantäne, wenn das Gesundheitsamt es anordnet. Dies ist dann der Fall, wenn ein hohes Risiko besteht, dass sich eine Person mit dem Coronavirus angesteckt hat.

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Jemand aus meiner Familie / meinem Freundeskreis hatte Kontakt zu einem Coronavirus-Patienten. Muss ich in Quarantäne?

Nein. Wer Kontakt zu einer Person in der Familie, im Freundes- oder Bekanntenkreis hatte, die wiederum Kontakt zu einem im Labor bestätigten Coronavirus-Patienten hatte, aber völlig gesund ist, muss nicht in Quarantäne. In diesem Fall ist man keine Kontaktperson und hat kein erhöhtes Risiko für eine Coronavirus-Erkrankung.

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Wann kann man die Quarantäne wieder verlassen?

Personen, bei denen eine häusliche Quarantäne angeordnet wurde, dürfen diese wieder verlassen, sobald das Gesundheitsamt dies gestattet.

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Ausbreitung und Reisen

Wie wird in Deutschland die Lage eingeschätzt und beschlossen, welche Maßnahmen getroffen werden sollen?

Bei Situationen, die für die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland oder für Reisende im Ausland Auswirkungen haben könnten, arbeiten viele Institutionen und Behörden eng zusammen. Das Robert Koch-Institut (RKI) erfasst kontinuierlich die aktuelle Lage, bewertet alle Informationen, erstellt eine Risikobewertung und veröffentlicht sie auf der Internetseite www.rki.de/ncov. Darauf basierend spricht das RKI Empfehlungen aus, welche Maßnahmen ergriffen werden sollten, um die Gesundheit zu schützen und das Auftreten von Erkrankungsfällen bzw. die Weiterverbreitung der Erkrankung zu verhindern.

Das Gesundheitsamt Essen steht mit allen Kliniken und niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten im Stadtgebiet in Kontakt. Für das Auftreten der Erkrankung in Essen wurde ein Verfahrensablauf, ein sogenannter Pandemieplan, festgelegt.

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Welche Länder/Regionen sind von Erkrankungen mit dem neuartigen Coronavirus (SARS-CoV-2) betroffen?

Das Coronavirus ist weltweit verbreitet. Ein Übertragungsrisiko besteht sowohl in Deutschland als auch weltweit. Aktuelle weltweite Fallzahlen sind auf den Internetseiten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und des Europäischen Zentrums für die Prävention und Kontrolle von Krankheiten (ECDC) abrufbar. Das Robert Koch-Institut weist zudem internationale Risikogebiete aus. Eine ausführliche Darstellung der COVID-19-Fälle in Deutschland bis auf Landkreisebene sind auf dem Dashboard sowie in den täglichen Situationsberichten des RKI zu finden.

Die Bundesregierung hat ihre Reisewarnung für die EU-Länder und einige weitere europäische Staaten aufgehoben. Für Länder außerhalb Europas besteht die Reisewarnung jedoch fort – vorerst bis zum 31. August. Wichtige Informationen erhalten Reisende sowie Pendlerinnen und Pendler auf der Website der Bundesregierung.

Die Gefährdung für die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland wird derzeit insgesamt als hoch eingeschätzt, für Risikogruppen als sehr hoch. Die Wahrscheinlichkeit für schwere Krankheitsverläufe nimmt mit zunehmendem Alter und bestehenden Vorerkrankungen zu.

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Wie viele Menschen sind aktuell am Coronavirus erkrankt?

Einen aktuellen Überblick über die Fallzahlen in Deutschland gibt das Dashboard des Robert Koch-Instituts, das die übermittelten Fallzahlen nach Bundesland und Landkreisen darstellt. Diese sind auch im täglichen Situationsbericht des RKI zu finden. Die aktuellen Fallzahlen für Essen finden Interessierte hier.
Zudem sind die weltweiten Fallzahlen auf den Internetseiten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und des Europäischen Zentrums für die Prävention und Kontrolle von Krankheiten (ECDC) verfügbar.

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Wo kann ich erfahren, ob eine Reise in ein betroffenes Land noch sicher ist?

Die Bundesregierung hat ihre Reisewarnung für die EU-Länder und einige weitere europäische Staaten aufgehoben. Für Länder außerhalb Europas besteht die Reisewarnung jedoch fort – vorerst bis zum 31. August. Wichtige Informationen erhalten Reisende sowie Pendlerinnen und Pendler auf der Website der Bundesregierung.

Gesundheitsempfehlungen bei Auslandsreisen werden vom Auswärtigen Amt (AA) gegeben. Aktuelle Informationen sind auf den Länderseiten des AA im Internet einzusehen: hier der Link. Zu den aktuellen Regelungen und Einschränkungen für den (grenz-) überschreitenden Reiseverkehr.

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Ich komme gerade von einer Reise zurück. Wie soll ich mich verhalten?

Personen, die aus dem Ausland nach Nordrhein-Westfalen einreisen und sich innerhalb von 14 Tagen vor der Einreise in einem Risikogebiet aufgehalten haben, müssen sich in NRW für zwei Wochen in Quarantäne begeben und sich telefonisch unter 0201 123-8888 über das Bürgertelefon beim Gesundheitsamt melden. Dies gilt auch für Personen, die zunächst in ein anderes deutsches Bundesland eingereist sind. Risikogebiete sind Staaten und Regionen, die zum Zeitpunkt der Einreise ein erhöhtes Risiko für eine Infektion mit dem Coronavirus aufweisen und vom Robert Koch-Institut als Risikogebiete ausgewiesen werden. Weitere Informationen, auch zu den Ausnahmen, finden Interessierte in der Coronaeinreiseverordnung, die vorerst bis 15. Juli gilt.

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