Am Dienstag, 8. April, ist Internationaler Tag der Roma. Zu diesem Anlass gibt es Musik, Poesie und Geschichten aus dem Leben der Roma um 15 Uhr im Julius-Leber-Haus, Meistersingerstraße 50, 45307 Essen. Der Einlass startet um 14:30 Uhr. Interessierte sind herzlich eingeladen, der Eintritt zur Veranstaltung ist kostenlos.
Der Verein Lokhar e Dukh e.V., das Landesnetzwerk gegen Antiziganismus, die AWO Essen, das Institut für Stadtteilentwicklung, Sozialraumorientierte Arbeit und Beratung der Universität Duisburg-Essen (ISSAB) und das Jugendamt der Stadt Essen haben ein spannendes Programm für Besucher*innen zusammen gestellt. Als Redner werden Frank Müller, Mitglied des Landtages Nordrhein-Westfalen (NRW), Yilmas Günes, stellvertretender Bezirksbürgermeister und Muchtar Al Ghusain, Beigeordneter Jugend, Bildung und Kultur der Stadt Essen, erwartet. Elvira Ayvazi wird als Moderatorin durch das Programm leiten.
Die Band "Legenda" wird mit ihren Klängen internationale Roma-Musik zum Besten geben. Damian Dolinski wird das Landesnetzwerk gegen Antiziganismus vorstellen und auf wichtige Themen aufmerksam machen. Lona Selina Rose-Skendoerovski wird eine Geschichte aus dem Buch "Funkelnde Sterne" des Jugendstil e.V. zum Leben erwecken und Jovan Nikolic wird mit seiner Darbietung Roma-Poesie präsentieren. Der Verein Lokhar e Dukh e.V. zeigt eine Ausstellung mit dem Titel "Prominente Roma", während Adnan Saiti eine mobile Roma-Bibliothek bereitstellt, die zum Stöbern einlädt. Die Veranstalter*innen bedanken sich für die Unterstützung bei der Essener Bezirksvertretung VII.
Hintergrund Internationaler Tag der Roma Internacionalno Romano-Dive
Der 8. April ist der Internationale Roma-Tag. Er ist sowohl in politischer als auch in symbolischer und emotionaler Hinsicht für alle Roma weltweit von herausragender Bedeutung. An diesem Tag gedenken Menschen über alle Grenzen hinweg der Identität, Kultur und Tradition der Roma. Es ist ein Fest der Freude um die Zusammengehörigkeit und ein Anlass zur Reflexion über die besondere Situation dieser häufig von harten Schicksalsschlägen heimgesuchten Menschen.
Das Datum erinnert an die Anfänge der Roma-Bürgerrechtsbewegung mit dem ersten Welt-Roma-Kongress am 8. April 1971 in London. Auf dem Kongress diskutierten 23 Vertreter*innen aus 13 Staaten kulturelle und soziale Fragen der Roma. Dabei wurde unter anderem die vielfach als diskriminierend empfundene Fremdbezeichnung "Gypsy" und "Zigeuner" zugunsten der Bezeichnung Roma abgeschafft. Außerdem wurden auf dem Kongress die Flagge der Roma und die Hymne der Roma, zwei wichtige Symbole der weltweiten Roma-Bürgerrechtsbewegung, festgelegt.
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