Ergebnisse der Haushaltsbefragung zum Verkehrs- und Mobilitätsverhalten 2024/25

Kenntnisnahme im Ausschuss für Verkehr und Mobilität

12.03.2026

Das Wichtigste auf einen Blick:

  • Aktuelle Mobilitätsdaten für Essens Verkehrsplanung erhoben.
  • 7.301 gültige Fragebögen ergeben repräsentative Stichprobe.
  • Mobilität zu Fuß und per Rad steigt, Autos weiterhin stark genutzt.

Worum ging es bei der Befragung?

Die Stadt Essen hat in den Jahren 2024/25 eine repräsentative Mobilitätsbefragung zum Mobilitätsverhalten der Essener*innen durchgeführt. Ziel war es, die Mobilitätsbedürfnisse zu identifizieren und das alltägliche Mobilitätsgeschehen zu erfassen. Die Untersuchung aktualisiert die Ergebnisse der vorherigen Mobilitätsbefragung aus den Jahren 2011 und 2019. Damit liefert sie aktuelle Grundlagendaten für die aktuelle und zukünftige Verkehrsplanung der Stadt Essen.

Wie viele Personen haben teilgenommen?

Insgesamt haben sich 4.098 Haushalte mit 8.287 Personen an der Befragung beteiligt. Davon mussten 986 Fragebögen aussortiert werden, da sie beispielsweise unvollständig oder nicht ausgefüllt waren oder auch Kinder unter sechs Jahren betrafen. Somit wurden insgesamt 7.301 Fragebögen ausgewertet. Erreicht wurden 1,2 Prozent der Essener Bevölkerung, damit ist die Befragung repräsentativ.

Wie wurde die Befragung durchgeführt?

Bei der Befragung wurden 54.000 Personen (ab 18 Jahren) aus dem gesamten Essener Stadtgebiet postalisch angeschrieben. Dabei wurden sie stellvertretend für ihren gesamten Haushalt um Teilnahme an der Befragung gebeten. Die Auswahl der Personen erfolgte anhand einer Zufallsstichprobe aus dem Einwohnermelderegister. Es gab zwei Befragungswellen, um witterungs- und saisonbedingte Veränderungen in der Verkehrsmittelwahl auszugleichen. Die erste Welle fand zwischen dem 9. Oktober und 14. November 2024 statt, die zweite Welle zwischen dem 13. Mai und 5. Juni 2025.

Was waren Themen?

Untersucht wurden verschiedene Themenbereiche, darunter zum Beispiel:

  • Verfügbarkeit von Verkehrsmitteln
  • Anzahl der Wege pro Tag
  • Zwecke der Wege, zum Beispiel zum Einkaufen, zur Arbeit, in der Freizeit
  • Wahl von Verkehrsmitteln (Modal Split) am Stichtag und im Allgemeinen
  • Bewertung der Verkehrssysteme (Auto-, Rad-, Fußgängerverkehr, ÖPNV)

Was sind die Ergebnisse?

Die Untersuchung zeigt zum Beispiel folgende Ergebnisse:

  • 3,0 Wege pro Einwohner*in und Tag
  • 10 Prozent Radverkehrsanteil am Modal Split
  • 11 Kilometer lang ist ein Weg im Durchschnitt
  • 32 Prozent aller Haushalte besitzen mindestens ein Elektrofahrrad
  • 27 Minuten dauert ein Weg durchschnittlich
  • 22 Prozent aller Haushalte haben keinen Pkw
  • 90 Minuten täglich sind die Einwohner*innen durchschnittlich unterwegs
  • 54 Prozent aller Wege sind kürzer als 5 Kilometer

Insgesamt ist der Anteil der aktiven Mobilität (zu Fuß, per Rad) am Modal Split seit 2019 um fünf Prozent gestiegen. Der Anteil des Autos und Motorrads bzw. -rollers hat sich um 3 Prozentpunkte verringert, wobei der Anteil der Mitfahrenden auf 10 Prozent gestiegen ist. Das Auto ist mit insgesamt 52 Prozent das am stärksten genutzte Verkehrsmittel in Essen.

Weitere Informationen sowie die Ergebnisse der Befragung finden Interessierte hier:

Herausgegeben von:

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