IGA in Essen: Kanaluferpark

Kanaluferpark Schurenbachhalde - Pionierraum mit Modellcharakter

Der Kanaluferpark ist eines der IGA 2027-Projekte der Stadt Essen. Er war ursprünglich eine ehemalige Zechenbahntrasse. Sie verband die Zechen Emil-Emscher und Fritz-Heinrich. Auch heute noch zeigt der Bereich Merkmale des Bergbaus durch aufgeschüttete Böden und typische Industrienatur, zu sehen vor allem im Bereich zwischen der Schurenbachhalde im Süden, den westlich angrenzenden Waldbereichen sowie dem Rhein-Herne-Kanal im Norden.

Als ein Projekt innerhalb des Gesamtvorhabens „Wege zur Freiheit Emscher“ stellt der Kanaluferpark Schurenbachhalde die Verbindung zwischen den Städten Essen und Gelsenkirchen dar und befindet sich in unmittelbarer Nähe zu weiteren IGA-Projekten, wie dem Emscherpark und dem Gelsenkirchener Zukunftsstandort Nordsternpark+.

Das Bild zeigt einen Stand zu den Bauarbeiten im Kanaluferpark im Sommer 2026.

Neue Wege, Bänke und Ort zum Lernen

Zentrales Element der Gestaltung stellt das durchgängige Wegesystem dar, das alle Ebenen und Teile des Kanaluferparks zusammenführt. Um sowohl Spaziergänger*innen als auch Radfahrenden genug Raum zu geben, sind Fuß- und Radwege größtenteils getrennt angeordnet. Der Ausbau der Wege erfolgt barrierearm. Entlang der neuen Wege gibt es mehrere Orte zum entspannten Verweilen unter Bäumen durch neue Sitzbänke und Picknicktische. Außerdem informieren Schautafeln über die neu geschaffenen Naturräume. Der Kanaluferpark kann dadurch auch ein Ort zum Lernen sein.

Geschützte Räume für die Kreuzkröte

Um die verschiedenen Räume und Wege anzulegen, muss viel Erde bewegt werden - hier ein Bild von den Bauarbeiten im August 2026. Der zu schaffende Erlebnisraum Kreuzkröte soll beispielsweise mittels eines Informationspfades auf eine spielerische und informative Art die Aufmerksamkeit der Besuchenden auf das Vorkommen der geschützten Krötenart lenken. Auch werden in Teilbereichen, in denen sich keine Wege auf der ehemaligen Bahntrasse befinden, Laichgewässer und Versteckplätze für die Kreuzkröte angelegt. In der Nähe der Wege wird ein parallel verlaufender Schotterstreifen für die Wanderung der nachaktiven Kreuzkröte freigehalten.

Die Bauarbeiten im Kanaluferpark haben im Februar 2026 begonnen und sollen bis zum Frühjahr 2027 zum Beginn der IGA abgeschlossen sein.