Die Kosten der Entwässerung setzen sich zusammen aus dem Betriebsführungsentgelt der Stadtwerke Essen AG, den Beiträgen der Abwasserverbände (Emschergenossenschaft und Ruhrverband), den Abwasserabgaben sowie den Verwaltungskosten der Stadt Essen.
Die Stadtwerke Essen AG (SWE) prognostiziert für das Jahr 2026 ein um 6,68 % steigendes Betriebsführungsentgelt. Einen wesentlichen Bestandteil des Betriebsführungsentgeltes stellt das Pachtentgelt der SWE an die Entwässerung Essen GmbH (EEG) für das Abwasseranlagevermögen dar. Maßgeblich für die Höhe des Pachtentgeltes sind die kalkulatorischen Abschreibungen und Zinsen, die aus dem Kanalvermögen der EEG resultieren. Auch die Beiträge an die Abwasserverbände steigen insbesondere im Bereich der Emschergenossenschaft erneut deutlich.
Neben der Kostenprognose für den Betrieb der öffentlichen Einrichtung sind auch die voraussichtlich anfallenden Maßstabseinheiten bzw. Merkmale festzulegen. Insbesondere für die Schmutzwassermengen, die anhand des zuletzt erhobenen Frischwasserverbrauchs veranlagt werden, zeichnet sich ein Rückgang ab. Folglich verteilen sich die Kosten gegenüber dem Vorjahr auf eine geringere Anzahl an Merkmalen (Kubikmeter) und bewirken neben den Kostensteigerungen einen zusätzlichen Anstieg in der Schmutzwassergebühr.
Aus den dargestellten Gründen muss die Schmutzwassergebühr für das Jahr 2026 von 3,85 € um 0,22 € auf 4,07 € pro Kubikmeter erhöht werden. Dies entspricht einer Steigerung von 5,71 %.