Die Fachstelle ElsE ist eine interdisziplinäre Fachstelle des Gesundheitsamtes und des Jugendpsychologischen Instituts (JPI) für Familien, in denen ein Elternteil psychisch erkrankt oder suchtbelastet ist. Ziel ist es, Familien frühzeitig zu erreichen, passende Unterstützung zu vermitteln und Belastungen für Kinder zu reduzieren.
Fachstelle Elternschaft und seelische Erkrankung (ElsE)
Wer wir sind
Unser Angebot
Die Fachstelle ElsE ist eine Koordinierungsstelle im Hilfesystem in Essen. Wir geben Orientierung, vernetzen Fachkräfte und Angebote und stärken die Zusammenarbeit zwischen Jugendhilfe, Gesundheitswesen und weiteren Akteurinnen*Akteuren. Zudem entwickeln wir bestehende Unterstützungsangebote weiter, vermitteln Fachwissen und setzen uns für einen offenen Umgang mit psychischen Erkrankungen ein.
Für Eltern und Angehörige bieten wir eine erste Orientierung, Erstberatungen und Unterstützung bei der Anbindung an passende Hilfen.
Für Fachkräfte bieten wir fachliche Beratung, Unterstützung bei der Bedarfseinschätzung sowie Fortbildungen und fördern den fachlichen Austausch und die Vernetzung.
Eltern, Kinder und Angehörige benötigen Unterstützung, Aufmerksamkeit, verlässliche Ansprechpersonen sowie ein starkes Netzwerk. Wir als Fachstelle ElsE setzen uns dafür ein, dieses Netzwerk zu fördern und Öffentlichkeit zu schaffen.
Ziel ist es, Familien frühzeitig zu erreichen, passende Unterstützung zu vermitteln und Belastungen für Kinder und Eltern zu reduzieren.
Durch diese enge Zusammenarbeit tragen wir dazu, dass Eltern, Kinder und Angehörige passende Hilfen finden und helfen Fachkräften, Familien frühzeitig und wirksam zu begleiten.
Melden Sie sich gerne bei uns!
- Etwa 25.000 Kinder in der Stadt Essen leben mit mindestens einem psychisch und/oder suchterkrankten Elternteil zusammen.
- In Deutschland erleben etwa 3,8 Millionen Kinder die dauerhafte oder vorüberübergehende psychische Erkrankung eines Elternteils.
- Jedes vierte bis fünfte Kind in Deutschland kommt aus einer suchtbelasteten Familie, in der mindestens ein Elternteil Alkohol oder illegale Substanzen missbräuchlich oder abhängig konsumiert.
- 27,8 Prozent der Erwachsenen weisen eine psychische Erkrankung auf. Die Anzahl an Diagnosen psychischer Erkrankungen nehmen immer mehr zu.
- Kinder von psychisch erkrankten Eltern haben ein erhöhtes Risiko ungünstiger Entwicklungsverläufe - die Wahrscheinlichkeit, selbst psychisch zu erkranken, steigt.
- Mehr als die Hälfte der Eltern mit psychischen Belastungen zweifelt an ihren eigenen elterlichen Kompetenzen und fühlt sich sozial isoliert.
Kommende Veranstaltungen
- 20. September 2026 Weltkindertag in der Gruga
- 13. Oktober 2026 What ElsE – Online-Kurzfortbildungen: ADHS und Elternschaft, Anmeldung hier
- 3. November 2026 What ElsE – Online-Kurzfortbildungen: Wie sage ich es meinem Kind? Anmeldung hier
- 5. bis 8. November 2026 MHH Erlebniswelten (Mode Heim und Handwerk)
- 17. November 2026 What ElsE – Online-Kurzfortbildungen: Was brauchen Eltern, was brauchen Kinder? Erziehungsfähigkeit bei psychischer Belastung verstehen und stärken. Anmeldung hier
Vergangene Veranstaltungen
- 22. bis 28. Februar 2026 Children of Alcoholics (COA) Aktionswoche
- 19. März 2026 Tag des Gesundheitsamtes
- 18. April 2026 Aktionstag Karnap
- 18. Juni 2026 Filmvorführung „Zoey“ im Rahmen der Aktionswoche Alkohol, Stadtteilbibliothek Steele
- 26. Juni und 3. Juli 2026 Seminarangebot: (pdf, 108 kB)
Im Muttersein Ankommen. Zwischen Erschöpfung und Neuanfang, Anmeldung hier - 13. bis 21. Juni 2026 Aktionswoche Alkohol
- 1. September 2026 Tag der Gesundheit des Jobcenters
- 25. August und 1. September 2026
Seminar zur Geburtsnachbereitung (pdf, 676 kB)
Geburtstief statt Mutterglück. Das Schwere leicht(er) machen, Anmeldung hier
In den Kurzfortbildungen „What ElsE“ geben Referierende mithilfe von Vorträgen verständliche Informationen sowie konkrete Anregungen zu verschiedenen Themen rund um Elternschaft und seelische Erkrankung. Zudem gibt es Raum für Fragen und Austausch der Teilnehmenden.
Inhaltlich greifen die Veranstaltungen der Fortbildungsreihe dabei Fragen auf wie: Welche besonderen Herausforderungen können im Familienalltag entstehen, wenn ein Elternteil mit einer Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) oder anderen psychischen Erkrankung lebt? Wie können Eltern, Angehörige und Fachkräfte mit Kindern altersgerecht über eine elterliche psychische Erkrankung sprechen - und warum ist das so wichtig? Welche Auswirkungen können psychische Erkrankungen auf die Erziehungsfähigkeit der Eltern haben? Und welche Hilfs- und Unterstützungsmöglichkeiten gibt es für betroffene Familien in Essen?
Die Kurzfortbildungen richten sich an Fachkräfte, betroffene Eltern, Angehörige und alle Interessierten. Die Veranstaltungen finden online statt und eine Teilnahme ist kostenfrei.
Die einzelnen Kurzfortbildungen bauen nicht aufeinander auf. Sie können sich daher auch für einzelne Termine anmelden.
Eine Anmeldung hier ist erforderlich. Sie erhalten die Zugangsdaten vor Beginn der jeweilige Veranstaltung per E-Mail. Die Anmeldungen, die bis zum Abend vor den jeweiligen Veranstaltungen eingehen, können berücksichtigt werden.
13. Oktober 2026 What ElsE – Online-Kurzfortbildungen: ADHS und Elternschaft, Anmeldung hier
3. November 2026 What ElsE – Online-Kurzfortbildungen: Wie sage ich es meinem Kind? Anmeldung hier
17. November 2026 What ElsE – Online-Kurzfortbildungen: Was brauchen Eltern, was brauchen Kinder? Erziehungsfähigkeit bei psychischer Belastung verstehen und stärken. Anmeldung hier
Die Fachstelle ElsE informiert in unregelmäßigen Abständen per E-Mail über aktuelle Veranstaltungen, Angebote und Entwicklungen im Themenfeld Elternschaft und seelische Erkrankung.
Wenn Sie auf dem Laufenden bleiben möchten, nehmen wir Sie gerne in unseren E-Mail-Verteiler auf.
So melden Sie sich an: Senden Sie einfach eine kurze Nachricht an else@essen.de.
Informationen zur Datenschutzerklärung finden Sie hier (pdf, 988 kB)
. Mit Ihrer Anmeldung willigen Sie in die Verarbeitung der Daten ein.
Jeden Mittwoch von 12 bis 14 Uhr bietet die Fachstelle ElsE eine telefonische Sprechstunde an.
Das Angebot richtet sich sowohl an Betroffene und deren Angehörige als auch an Fachkräfte. Ziel der Sprechstunde ist es, in einem direkten persönlichen Kontakt die individuelle Situation zu betrachten und gemeinsam herauszufinden, welche Unterstützungsangebote und Hilfen im jeweiligen Fall sinnvoll sind.
Auch außerhalb der Sprechstunde können Sie sich mit Ihrem Anliegen an die Mitarbeitenden der Fachstelle wenden.
Kontakt: Philipp Lange 0201 88 51907
Die Fachstelle ElsE bietet kostenfreie Fortbildungen und Veranstaltungen zur Sensibilisierung im Themenfeld Elternschaft und seelische Erkrankung für Fachkräfte an. Die Fortbildungen vermitteln fundiertes Wissen und praxisnahe Ansätze, um den besonderen Herausforderungen in der Begleitung betroffener Familien kompetent zu begegnen. Dabei kann auf folgende Themenschwerpunkte eingegangen werden:
- Überblick über psychische Erkrankungen und Sucht im Erwachsenenalter (mit Hinweisen auf Entstehung, Ursachen, Symptome, Verlauf)
- Überblick über psychische Erkrankungen rund um Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett (mit Hinweisen auf Entstehung, Ursachen, Symptome)
- Auswirkungen der elterlichen psychischen Erkrankung auf ihre Kinder
- Thema Erziehungsfähigkeit und Kindeswohl
- Die Rolle der Fachkraft - Gesprächsführung: Was kann ich ansprechen? Was sollte ich ansprechen? Was nicht? Und wie kann ich es ansprechen?
- Unterstützungsstrukturen im Themenfeld Elternschaft und seelische Erkrankung
- Die Arbeit der Fachstelle ElsE
Die Themenschwerpunkte können nach dem jeweiligen Bedarf gewählt werden, die dann in den Fortbildungen und Sensibilisierungen zusammengestellt und aufgegriffen werden. Für eine persönliche Beratung stehen wir zur Verfügung und besprechen mit Ihnen gerne das weitere Vorgehen.
Bei Bedarf können Ärztinnen*Ärzte Fortbildungspunkte gemäß den Richtlinien der Ärztekammer erwerben.
Unter dem Titel "Zwischen Fürsorge und Belastungen – Psychische Erkrankungen und Sucht in Elternschaft" lud die Fachstelle ElsE am 18.11.2025 zu einem Fachtag im Schloss Borbeck ein. Mit einem Programm aus fachlichen Vorträgen, Workshops sowie Raum für Austausch und Information wurden rund 140 Fachkräfte, die mit Kindern, Jugendlichen und Eltern arbeiten, für die Thematik sensibilisiert und praxisorientierte Hilfs- und Unterstützungsmöglichkeiten vorgestellt.
Weiterführende Informationen sowie die Dokumentation des Fachtags finden Sie hierhier.
Die Wochenbettdepression oder auch postpartale Depression ist eine ernsthafte psychische Erkrankung, die 10-15% der Frauen und 5-10% der Väter nach der Geburt eines Kindes betrifft. Unbehandelt kann die Wochenbettdepression das Wohlbefinden der Elternteile, die Bindung zum Kind und die gesamte Familiendynamik erheblich beeinträchtigen. Es ist daher von entscheidender Bedeutung, frühzeitig Anzeichen zu erkennen und eine Behandlung zu beginnen, um die Auswirkungen auf das betroffene Elternteil und die ganze Familie zu minimieren. Informationen rund um das Thema Wochenbettdepression und wie Betroffene in Essen Unterstützung finden können, wird in den folgenden Videos erklärt:
- Was ist eine Wochenbettdepression? (Mit Johanna Ädammer und Nina Lazarev vom Uniklinikum Essen)
- Was sind Risikofaktoren für eine Wochenbettdepression? (Mit Dr. Daniela Reitz vom Elisabeth Krankenhaus Essen)
- Woran kann eine Frau nach der Geburt merken, ob es eine Wochenbettdepression sein könnte? (Mit Andrea Vossbrink von Donum Vitae Essen)
- Was ist der Selbsteinschätzungsbogen zur Wochenbettdepression? (Mit Melanie Günzel vom Geburtshaus Essen)
- Wo kann ich als Betroffene oder mein Umfeld Unterstützung bekommen? (Mit Anne Borgmann von der Fachstelle ElsE)
- Wie kann eine Wochenbettdepression bereits im Krankenhaus erkannt werden? Was machen die Familienlots*innen (Mit Kristina Ostmann vom Elisabeth Krankenhaus und Magdalena Mandera vom Uniklinikum Essen)
- Wie kann eine Hebamme bei einer Wochenbettdepression unterstützen? (Mit Nadine Romanns, ASB Regionalverband Ruhr e.V)
- Wie kann eine Schwangerschaftsberatungsstelle bei einer Wochenbettdepression unterstützen? (Mit Bettina Opdenhövel von der SkF Schwangerenberatung)
- Was ist das Angebot des Sicheren Starts und wie kann es mir helfen? (Mit Sabine Heimeshoff von Sicherer Start - Chancen geben)
- Was ist eine Geburtsnachbesprechung und wann ist sie sinnvoll? (Mit Christina Daxberger und Ute Kalvelis von Gesunder Auftakt / Schreiambulanz)
- Wie kann mich eine Mütterpflegerin bei einer Wochenbettdepression unterstützen? (Mit Katharina Manderla von der Elternschule Essen)
- Wie kann Selbsthilfe bzw. eine Selbsthilfegruppe bei einer Wochenbettdepression helfen? (Mit Rita Bawolski und Katharina Moetter von der Selbsthilfegruppe Krise und Geburt)
- Was kann das Essener Bündnis gegen Depression zur Unterstützung tun? (Mit Jane Splett vom Essener Bündnis gegen Depression)
- Mit geht es nicht gut und ich glaube ich habe eine Wochenbettdepression. Bin ich automatisch eine schlechte Mutter / ein schlechter Vater? (Mit Sabine Hardt, Beratungsstelle für Schwangerschaft, Familien und Sexualität des Diakoniewerkes Essen)
Die Kampange wurde durchgeführt in Kooperation mit dem Essener Bündnis gegen Depression e.V. und der Kommunalen Gesundheitskonferenz Essen.