Beteiligung zum Mobilitätsplan

Wichtiger Bestandteil der Aufstellung des Mobilitätsplans war eine breit aufgestellte Beteiligung der Öffentlichkeit und weiterer Akteure. Im Rahmen von regelmäßigen Beteiligungsrunden wurden verschiedene Zielgruppen in die Aufstellung des Plans mit eingebunden. Dabei wurden unter anderem Ziele und Herausforderungen mit den Bürgern*Bürgerinnen diskutiert und Ideen entwickelt sowie Vorschläge für Maßnahmen diskutiert. Aus den Beteiligungsformaten konnten wertvolle Erkenntnisse gewonnen werden, die in die Erarbeitung des Mobilitätsplans eingeflossen sind.

Die Erarbeitung des Mobilitätsplans als Gutachterentwurf ist abgeschlossen. Sollten im Rahmen der Weiterentwicklung des Gutachterentwurfs zu einem Umsetzungskonzept weitere Beteiligungsmöglichkeiten für die Öffentlichkeit geplant sein, werden diese auf dieser Seite sowie allen gängigen Plattformen bekanntgegeben. Wirtschaft und Unternehmen, Verbände und Initiativen sowie die Politik werden direkt über eventuelle Beteiligungsformate informiert.

Wie konnten Bürger*innen sich einbringen?

Mobilitätsforen

Im Jahr 2024 haben stadtweit fünf Mobilitätsforen stattgefunden, bei denen Bürger*innen ihr Wissen als Alltagsexpertin*Alltagsexperte auf dem Weg zur Mobilität von Morgen einbringen konnten.

In zwei Arbeitsphasen haben Bürger*innen in Kleingruppen unter Anleitung der Fachexpertinnen*Fachexperten aus Planungsbüros und Verwaltung Zukunftsbilder für die Mobilität in Essen im Jahr 2035 erarbeitet. Dabei halfen vorgegebene Zielgruppen und Eigenschaften, sogenannte Personas, sich in verschiedene Lebenssituationen hineinzuversetzen und Zukunftsbilder für Berufspendler sowie die verschiedenen Altersgruppen "Kinder und Jugendliche", "junge Erwachsene", "mittleres Alter" und "Alter" zu entwickeln.

Die entstandenen Zukunftsbilder geben einen Überblick, welche Ansprüche die verschiedenen Zielgruppen an die Mobilität in ihrem Alltag haben und was ihnen dabei besonders wichtig ist. Die Ergebnisse helfen den Fachplanerinnen*Fachplanern dabei, maßgeschneiderte Lösungen, Strategien und Maßnahmen im weiteren Prozess des Mobilitätsplans zu entwickeln. Die Diskussionsbeiträge und Erkenntnisse der einzelnen Mobilitätsforen wurden zusammengefasst. Jedes Mobilitätsforum wurde einzeln dokumentiert und die Dokumentation auf dieser Seite bereitgestellt.

Weiterhin hat auch jeweils ein eigenes Mobilitätsforum für Kinder und Jugendliche, für Senioren*innen und den Inklusionsbeirat stattgefunden.

Im Nachgang konnten Bürger*innen die Ergebnisse der Mobilitätsforen auch online einschätzen und aus ihrer Sicht priorisieren.

Coffee-Bike-Tour

Mitarbeiter*innen des Amtes für Straßen und Verkehr sowie des beauftragten Konsortiums waren am Dienstag, 17. September 2024 in Frohnhausen, in Überruhr und in der Innenstadt mit einem Coffee-Bike unterwegs und haben am Mittwoch, 18. September 2024 in Stoppenberg und auf dem Gelände des UNESCO-Welterbe Zollverein mit dem Coffee-Bike Halt gemacht. An allen Orten wurde mit Bürgerinnen*Bürgern bei einem Kaffee oder Kaltgetränk über ihre Ideen für die Mobilitätsentwicklung in Essen gesprochen und diese auf einer Pinnwand festgehalten. Auch diese Ideen flossen in den weiteren Erarbeitungsprozess des Mobilitätsplans ein.

Info-Nachmittag

Im Oktober 2024 wurden interessierte Bürger*innen im Rahmen einer Info-Messe in der Zentralbibliothek über den Stand des Mobilitätsplans und mögliche Maßnahmenvorschläge für die Mobilität der Zukunft in Essen informiert.

Welche Rolle spielte das Bürgerforum 2021 für die Erstellung des Mobilitätsplans?

Bereits vor dem offiziellen Startschuss für die Erarbeitung des Mobilitätsplans fand am 19. Juni 2021 das digitale Bürgerforum „Wie gelingt uns die Mobilitätswende?“ statt. Rund 300 repräsentativ ausgewählte Essener*innen haben sehr konstruktiv an verschiedenen Fragestellungen rund um die Themen kurze Wege, Sicherheit, Pendeln, Vernetzte Mobilität / Sharing, Umgestaltung des Straßenraums sowie Parken gearbeitet. Die Erkenntnisse wurden von freiwilligen, engagierten Bürgerredakteurinnen*Bürgerredakteuren in einem Report zusammengefasst. Die Ergebnisse flossen in die Erstellung des Mobilitätsplans ein. Darüber hinaus ist aus dem Bürgerforum eine Gruppe von Bürgerbotschafterinnen*Bürgerbotschaftern hervorgegangen, welche sich bereit erklärt haben, im weiteren Prozess der Neuausrichtung der Mobilität mitzuarbeiten und insbesondere die Sicht der Bürger*innen zu vertreten.

Wer konnte sich noch einbringen?

Mobilitätsbeirat

Begleitend zum Erarbeitungsprozess des Mobilitätsplans hat in insgesamt 5 Sitzungen ein Beirat getagt. Dieser setzte sich aus verschiedenen Interessenverbänden, Wirtschaft und Wissenschaft zusammen. In den Sitzungen wurde jeweils der Erarbeitungsstand präsentiert und gemeinsam diskutiert. Die Ergebnisse und Anregungen flossen in den weiteren Prozess ein.

Politik

Ebenfalls fand projektbegleitend ein Workshop-Format bestehend aus Vertreterinnen*Vertretern der politischen Ratsfraktionen und Bezirksvertretungen statt. Auch hier wurden Erarbeitungsstände präsentiert und diskutiert, um die Perspektive der Politik bereits frühzeitig mit einzubeziehen.

Verwaltungsinterner Arbeitskreis

Im Rahmen eines verwaltungsinternen Arbeitskreises wurden fachliche Perspektiven der verschiedenen betroffenen Abteilungen und Fachbereiche einbezogen.

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