In manchen Gefahrensituationen, wie dem Austritt von Gefahrstoffen, Naturkatastrophen oder auch militärischen Gefährdungslagen, kann es notwendig sein, dass Bürger*innen ihre Wohnung oder ihren Arbeitsplatz verlassen müssen. Auch Schulen, Kindergärten, Altenheime und Krankenhäuser können von Evakuierungsmaßnahmen betroffen sein.
Evakuierung
Wie erfahren Bürger*innen, dass sie evakuiert werden müssen?
Wenn Bürger*innen evakuiert werden müssen, erfahren sie dies über eine Vielzahl von Kanälen:
- Die Warn-Apps NINA und Katwarn werden ausgelöst.
- Der Mobilfunkdienst Cell Broadcast schickt Warnmeldungen und Evakuierungshinweise direkt auf empfangsfähige Mobiltelefone, die in einer bestimmten Funkzelle registriert sind. Welche Mobilfunktelefone empfangsfähig sind, erfahren Sie unter www.bbk.bund.de/cellbroadcast .
- Die Stadt Essen informiert über ihre Social-Media-Kanäle, ihre Internetseite und über die lokalen Medien.
- Je nach Gefahrenlage kann auch das Gefahrentelefon 0201 88-33333 der Stadt Essen geschaltet sein oder es befinden sich Einsatzkräfte vor Ort, die informieren.
Vorbereitung auf eine Evakuierung
Für den möglichen Fall einer Evakuierung sollte jede*r einen fertig gepackten Notfallrucksack bereithalten.
Das gehört in den Notfallrucksack:
- Dokumentenmappe (Pass, Führerschein, Gesundheitskarte der Krankenversicherung, Impfpass)
- Bargeld, Geldkarten
- Haustür- und Autoschlüssel
- Mobiltelefon mit Ladekabel und Powerbank
- Medikamente, Erste-Hilfe-Material
- Notfallradio (beispielsweise batteriebetriebenes Radio und Reservebatterien, Kurbelradio)
- Verpflegung für zwei Tage in staubdichter Verpackung, Essgeschirr und -besteck
- Kochtopf und Gaskocher für Nahrungszubereitung, Feuerzeug oder Streichhölzer
- Wasserflasche
- Dosenöffner und Taschenmesser
- Taschenlampe, gegebenenfalls Reservebatterien
- Schlafsack oder Decke
- Kleidung für ein paar Tage, auch Wetterschutzbekleidung, Kopfbedeckung und Arbeitshandschuhe
- Hygieneartikel für ein paar Tage (zum Beispiel Windeln, Monatshygiene, Zahnbürste und Zahnpasta)
- Schutzmaske, behelfsmäßiger Atemschutz
- Für Kinder: Brustbeutel oder eine SOS-Kapsel mit Namen, Geburtsdatum und Anschrift. SOS-Kapseln erhalten Sie in Kaufhäusern, Apotheken und Drogerien.
- Ölkreide, um bei Ausfall aller Telekommunikationsmittel Botschaften auf Straßen oder Häuserwände zu schreiben.
Die Stadt Essen bereitet sich im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben und der zurzeit zur Verfügung stehenden technischen Möglichkeiten auf solche Szenarien vor. Die Vorbereitungsmaßnahmen werden stetig angepasst und aktualisiert.