Ein Terroranschlag erfolgt in aller Regel unerwartet. Täter*in, Zeitpunkt und Ziel sind im Vorfeld nicht bekannt. Es ist daher schwer möglich, sich vor einem Terrorakt zu schützen. Allerdings kann umsichtiges Verhalten dazu beitragen, den Schaden zu minimieren.
Terroranschläge
Vorbereitung auf einen Anschlag
Folgende Hinweise können dazu beitragen, sich auf einen Terroranschlag vorzubereiten, um in einer Gefahrensituation handeln zu können:
- Bei Besuchen von Großveranstaltungen oder bedeutsamen Gebäuden wie Flughäfen, Bahnhöfen oder Konzerthallen vor Ort über Notausgänge und Fluchtwege informieren
- Regelmäßig Erste-Hilfe-Kenntnisse auffrischen
- Für ein stets aufgeladenes und einsatzbereites Mobiltelefon sorgen
- Die Warn-Apps NINA und Katwarn nutzen, um wichtige Informationen zum Anschlagsfall zu erhalten
Die Stadt Essen bereitet sich im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben und der zurzeit zur Verfügung stehenden technischen Möglichkeiten auf solche Szenarien vor. Die Vorbereitungsmaßnahmen werden stetig angepasst und aktualisiert.
Verhaltensempfehlungen bei einem Anschlag
Bürger*innen, die sich in der Nähe eines Ereignisfalles aufhalten, können durch umsichtiges Handeln dazu beitragen, den Schaden zu mindern. Dazu sollten unter anderem folgende Verhaltensregeln beachtet werden:
- Ruhe bewahren
- Zu allererst sich selbst schützen und außer Gefahr bringen
- Polizei (Notruf 110) sowie Feuerwehr und Rettungsdienste (Notruf 112) informieren, wenn diese noch nicht eingetroffen sind.
- Andere Personen und Rettungskräfte auf sich aufmerksam machen, wenn selbst Hilfe benötigt wird
- Erste Hilfe leisten und Personen aus Gefahrenzonen retten, sofern dies gefahrlos möglich
- Einsatzkräfte auf verletzte Personen aufmerksam machen
- Den Anweisungen der Einsatzkräfte folgen
- Nur im Notfall telefonieren, Einsatzkräfte benötigen die Leitungen
- Beobachtungen, die zur Aufklärung des Anschlags beitragen könne, an die Polizei melden
Falls eine Explosion ein Gebäude zerstört hat, sollten Personen, die sich dort aufhalten
- das Gebäude schnellstmöglich verlassen,
- ausreichend Abstand zum zerstörten Gebäude halten, da weitere Bauteile einstürzen könnten,
- die Einsatzkräfte gegebenenfalls über hilflose, bewusstlose oder verschüttete Personen informieren,
- verdächtige Gegenstände, die möglicherweise mit weiteren Sprengstoffvorrichtungen bestückt sind, nicht berühren und die Gefahrenzone umgehend verlassen,
- auf zusätzliche Gefahrenquellen – wie dem Geruch von ausströmendem Gas – achten, keine Streichhölzer/Feuerzeuge anzünden und das Gebäude unverzüglich verlassen, da Brandgefahr besteht.
Im Ereignisfall wird die Sicherheitslage durch die Stadt Essen ständig geprüft und vorbereitete Maßnahmen im Bedarfsfall ergriffen sowie stetig angepasst.