Schulische Mobilität

Gründe für Schulweg-Checks

Für Kinder und Jugendliche kann der Weg zur Schule oder zur KiTa manchmal sehr risikoreich sein. Vor allem zu Stoßzeiten kommt es vor den Schulen häufig zu gefährlichen Situationen zwischen Schülern*Schülerinnen und anderen Verkehrsteilnehmenden.
Um einen Überblick über die Situation vor Ort zu erhalten wird zunächst ein sogennanter Schulweg-Check durchgeführt. Dieser bietet die Chance konkrete Risiken vor Ort aufzudecken und Lösungen zu suchen. Dies ermöglicht die Wege sicherer zu gestalten. Je sicherer die Schulwege sind, desto wahrscheinlicher kommen Kinder und Jugendliche zu Fuß, mit dem Roller oder Rad gut zur Schule. Sie können so langfristig ein bewusstes, aktives und nachhaltiges Mobilitätsverhalten entwickeln.

Durchführung der Schulweg-Checks

Im Rahmen des Projektes Be-MoVe hat deshalb die Grüne Hauptstadt Agentur gemeinsam mit dem Amt für Straßen und Verkehr und dem Umweltamt 2023 pilothaft Schulweg-Checks in Holsterhausen und Bergerhausen durchgeführt. 2025 führte die Grüne Hauptstadt Agentur erneut Schulweg-Checks durch. Dieses Mal wurden Schulen und Kindergärten im Norviertel und Altenessen-Süd untersucht. Beauftragt wurde beide Male das Planungsbüro bueffee GbR aus Wuppertal.

In einem ersten Schritt werden Gefahrenstellen aufgedeckt. Hierzu werden Elternbefragungen an den teilnehmenden Schulen und den umliegenden Kitas durchgeführt und die Datenlage analysiert. Dabei werden auch die Kinder und Jugendlichen selbst einbezogen, da sie einen ganz anderen Blickwinkel auf den Straßenraum besitzen als Erwachsene. Die Schüler*innen können so ihre eigenen Erfahrungen im Verkehrsraum mit einbringen.
Als Zweites werden die entsprechenden Wege und Räume abgegangen und objektive Gefahrenpunkte identifiziert.
Die aufgedeckten Gefahrenstellen und Verbesserungspotentiale werden im Anschluss der Schule, der Verwaltung und politischen Ausschüssen präsentiert. Gemeinsam mit den entsprechenden Stellen in der Verwaltung werden Lösungen kurz- bis langfristig ausgearbeitet. Diese werden dann der Politik präsentiert. Die Vorschläge, denen zugestimmt wird, können dann umgesetzt werden. Mögliche Lösungen sind die Schaffung von sicheren Überquerungsstellen oder Elternhaltestellen (siehe Box) oder die Errichtung einer Schulstraße.

Erste Maßnahmen

Die Umsetzung erster Maßnahmen aus der ersten Runde wurde Mitte 2024 durch die zuständigen Bezirksvertretungen beschlossen. Als Ergebnis wurden u.a. Elternhaltestellen (siehe Box) eingerichtet und im Frühjahr 2025 die neuen Schulwegpläne für die Grundschulen Am Krausen Bäumchen, Theodor-Heuss und Cranachschule an die Schulen ausgeliefert.
In der Cranachstraße wird zudem derzeit der Übergang über die Straße sicher gemacht.
Für die Schule am Krausen Bäumchen wird auf Wunsch der Schule eine Schulstraße eingerichtet.

Was ist eine Elternhaltestelle ?

Elternhaltestellen sind extra dafür ausgewiesene Parkplätze, an denen zu Schulbeginn und Schulende die Kinder rausgelassen oder eingesammelt werden können. Sie liegen nicht direkt an der Schule. So soll das Verkehrschaos auf den Straßen vor der Schule entzerrt werden. Von den Elternhaltestellen besteht die Möglichkeit sicher zur Schule zu Fuß zu gehen. Insgesamt soll das zu Fuß gehen oder Roller- oder Radfahren gefördert werden.

Teilnehmende Schulen und Kitas

Die vergangenen Schulweg-Checks wurden in Schulen und Kitas in Essen-Bergerhausen und Essen-Holsterhausen durchgeführt. In Bergerhausen nahmen die Theodor-Heuss-Grundschule und Kath. Grundschule am Krausen Bäumchen teil. Außerdem wurden die Ev. KiTa Weserstraße und die städtischen KiTas Diemelstraße und Weserstraße mit eingebunden. In Holsterhausen waren die Gesamtschule Holsterhausen und die Cranachschule teilnehmende Einrichtungen. Auch in diesem Stadtteil wurden die umliegenden KiTas St. Stephanus, die AWO-KiTa Cranachhöfe und die städtische KiTa Barthel-Bruyn-Straße miteinbezogen.

In Altenessen-Süd und dem Nordviertel nehmen die Grundschule Nordviertel und der Grundschule an der Rahmstr. teil. Zusätzlich werden die KiTa St. Hedwig, KiTa Vogelnest und KiTa Stauderstr in Altenessen-Süd und die KiTa Helen-Keller-Str und KiTa Süderichstr. "St.Peter" im Nordviertel miteingebunden.

Adrian Dimo

Projektmanagement Be-MoVe

Telefon: +49 201 88-82346
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